Tomahawk vom Duke of berkshire in 15 Minuten

Das ist der Beleg für meine These, dass man mit richtig guten Zutaten viel weniger Zirkus machen muss, als wenn man irgendwas günstiges kauft und viel Mühe braucht, um daraus irgendwas erträgliches zu zaubern. Das kenne ich quasi aus den ersten drei bis vier Jahren meines Blogs, weil einfach nicht mehr Geld da war. Jetzt habe ich das Glück über gute Einkaufsquellen zu verfügen und hier profitiere ich final noch von den Resten meines Duke of Berkshire Hauls, bevor der Handelshof dieses zum Niederknien tolle Fleisch als Frischware, nach guten zwei Jahren wieder aus dem Programm genommen hat. Die Kunden haben es auf der einen Seite nicht verstanden, wofür das reichlich vorhandene Fett gut ist und dann war auch keiner bereit, fünfundzwanzig Euro pro Kilo für die samt und sonders Premiumstücke zu bezahlen, wenn man dafür auch Rind bekommen kann. Ich habe dieses 25 Euro Stück, Tomahawk genannt für € 2,90 pro Kilo im Abverkauf bekommen und es ist ein Jahrhundertfleisch. Lobet den Herrn, halleluja. Deswegen immer die Augen offenhalten, ob es irgendwo teures günstig gibt.

Zutaten:

1,3 Kilogramm Tomahawk vom Duke of Bershire Schwein
50 Gramm Butter

Würzöl:

80 Milliliter Olivenöl
Schale einer Bio Zitrone
Saft einer Zitrone
1 Teelöffel grobes Salz
1 Jalapeno
1 rote Peperoni
1 Soloknoblauch
3 Esslöffel gehackte Petersilie

Das Fleisch hatte ich gefroren und habe es zwei Tage im Kühlschrank langsam auftauen lassen.

Da ich auf Kalorien und Kohlenhydrate achten muss, gibt es für mich als Beilage einen gemischten Salat.

Butter bei Vollgas erhitzen

Salatdressing in der Zeit fertigmachen. 80 Milliliter Rapsöl, Saft einer Zitrone, ein Esslöffel grobes Salz, 80 Milliliter Wasser, ein Esslöffel Senfmehl, Pfeffer aus der Mühle.

Wenn die Pfanne knallheiß ist, kommt das Fleisch weiterhin bei Vollgas in die Pfanne.

Bei der Dicke sind 5 Minuten pro Seite total o.k. Wenn Ihr auch Schwein medium essen wollt, reichen auch drei Minuten.

Deckel auf der Pfanne schützt vor meckernden Ehefrauen, die letzten Endes immer noch mal die Küche nachputzen, egal welche Mühe Du Dir gibst, um die Fettspritzer zu beseitigen

Statt Soße gibt es ein leckeres Würzöl zu dem Fleisch, das bei mir komplett den Tisch gerockt hat. Meine Kinder hätten davon am liebsten einen Liter gehabt und haben das auch zur gleichzeitig servierten Pizza benutzt.

Peperoni hacken. Ich denke das sind so bei 5000 Scoville, also angenehme Schärfe. Bei niemandem hat es aus den Ohren gequalmt.

Peperoni in eine Schale geben

grobes Salz

Gehackte Petersilie

Lasst Euch überraschen, wie erfrischend das schmeckt

Olivenöl

Die Schale einer Bio Zitrone abreiben

Anschließend den Saft auspressen und in die Schale gießen

Fleisch wenden und noch einmal so lange die Rückseite braten

Das Würzöl sieht schon gut aus

Einen Soloknoblauch hacken und den auch noch zum Öl geben

Alles vermischen

Das Fleisch ist fertig. Mit Deckel und ohne jede weitere Wärmequelle fünf Minuten ziehenlassen.

Schaut mal was von dem Fett das Fleisch verlassen hat und nun verflüssigt wurde. Das könnte man auch zum Würzöl gießen.

Der Fleischsaft sammelt sich beim Ruhen

Salat marinieren

Es gibt auch überbackene Seidenklöße. Darauf steht meine Familie gerade total

Fleisch und Salat auf dem Teller anrichten (für mich)

Das Würzöl darauf verteilen

Wahnsinn wie gut ein Stück Fleisch schmecken und welche innere Freude es auslösen kann. Das ist für mich der absolute Genuss.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

5 Kommentare

  • Kochaddict

    Boah, vor allem auf dem letzten Foto siehts mal zum Anbeissen lecker aus 🙂

  • Micha

    Wenn mal Werbung erlaubt ist, könnte ich mir vorstellen, dass dir das hier auch sehr schmecken würde. Und Ja, es hat auch viel Fett. Sehr geioles Fett Und Nein, ich bin dort nur gelegentlich Kunde und nicht mit denen irgendwie verbunden. Ist nur meine Meinung als Konsument. Preis liegt im Moment (Januar 26) bei 33 Euro das Kilo und es ist es wert. Ein Kotelett von einer alten, einer Muttersau. Bekommt man auch nicht oft. Ich zitiere mal aus der Beschreibung :
    Je älter die Sau, desto aromatischer das Biofleisch – gereift im eigenen Speckmantel ist es das perfekte Grillfleisch.
    Aus Alt mach Genuss.
    In unserer Bio-Schweinezucht beherbergen wir derzeit über 50 (potenzielle) Mutterschweine, die ihr Leben wie auch unsere Mastschweine, auf den weitläufigen Weiden verbringen dürfen. Zur Geburt ziehen sie in ein eigenes Gehege mit einer Abferkelhütte. Hier können die werdenden Muttis ihren Mutterinstinkt ausleben und ein gemütliches, natürliches Nest bauen. Hier ferkeln sie in aller Ruhe ab und ziehen anschließend die junge Rotte auf.

    Da wir immer wieder Jungschweine für die Nachzucht aussuchen und die Gebärleistung der alten Sauen nachlässt, werden auch hier in größeren, aber regelmäßigen Abständen ausrangierte Mutterschweine von unseren Metzgern im mobilen Schlachtanhänger auf der Weide geschlachtet.

    Daraufhin wird in der hofeigenen Metzgerei der Kotelettstrang herausgeschnitten und für 4 Wochen in die Reifung gehängt. Hier kann sich das ohnehin schon intensive Aroma noch weiter entfalten und die kernige Speckschicht schützt den Lendenmuskel vor zu starkem Austrocknen. Der Speck wird beim Vorbereiten des Steaks für unsere Kunden auf ein vernünftiges Maß tranchiert.

    Den Vorurteilen zu alten Schlachttieren stellt sich das Kotelett der alten Sau aussagekräftig entgegen. Ein saftig, speck-schmelziges Steak, durchaus mit etwas Biss, überragendem Geschmack und begleitet von gutem Gewissen erwartet euch nach scharfem Anbraten aller Seiten und anschließendem Garziehen auf ca. 65°C Kerntemperatur.

    Diesen Hochgenuss einer reifen Sau, die ein langes Leben vollends genießen durfte und schonend sowie achtsam geschlachtet wurde, unterstreicht die Wertschätzung unserer Weideschweine.

    Hier noch der Link zum Produkt.

    https://landluft.bio/products/kotelett-von-der-alten-sau-bio

  • Neid! – ist die höchste Form der Anerkennung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert