Ricotta Cheesecake ohne Mehl
Dieser Cheesecake ist echt bodenlos. Kein Wunder, der ist ohne Mehl gebacken und niemand bröselt Kaufkekse in die Form. Der ist so lecker, dass ich jetzt innerhalb einer Woche gleich drei Stück davon gebacken habe. Ricotta ist die vernünftige Schwester von Mascarpone, aber die fette Schwester von 40 % Quark. Ricotta hat auch mehr Calcium, falls Ihr noch eine Entschuldigung braucht. Bio Zitronenzesten und Tonkabohnen pflastern seinen Weg.

Zutaten:
500 Gramm Ricotta
3 Eier (trennen)
100 Gramm Zucker
1 Prise Salz
30 Gramm Speisestärke
Abrieb einer Biozitrone
Saft einer Biozitrone
Öl für die Form
2 Esslöffel Puderzucker zum Servieren

Backofen auf 180 Grad Umluft einstellen. Bis der Ofen heiß ist, ist der Cheesecake bereit

Eier aufschlagen und dabei Eiweiß vom EIgelb trennen

Eiweiß habe ich im Litermaß zwischengelagert

Ricotta und Eigelb kommen in eine Rührschüssel

Salz

Zucker abwiegen

Speisestärke abwiegen

Das kommt alles in die Rührschüssel zum Ricotta

Tonkabohnenabrieb

Das soll am Ende angenehm vanillig schmecken

Eine Bio Zitrone

Zitronenzesten mit dem Kiwischäler schälen

Die geben Säure und leichte Bitternoten

Zitronensaft der ganze Zitrone in den Ricotta pressen

Jetzt schnell Eischnell schlagen. Wenn man eine Küchenmaschine hat, kann man das auch mit dem Schneebesen erledigen

Ich nehme hier die Schlagscheibe meines ESGE Zauberstabes.

Schriiiiiiiiiiiiiiiing

Einen kleinen Schuss Wasser gebe ich zum Anschieben dazu

Dann schäumt der Eischnee wie verrückt.

Jetzt den Ricotta mit den anderen Zutaten verrühren

Schnell getan

Backform ölen

Eischnee unter die Ricottamasse haben und dann in die Backform einfüllen

Backofen soll 180 Grad Umluft haben

Backzeit 35 bis 40 Minuten

Da ist er schon wieder

Ich mache meinen Puderzucker selbst in der Mühle meines ESGE Zauberstabes

Schriiiiiiiiiiiiing

So einfach geht das

Puderzucker über den Cheesecake sieben

Hm lecker!

Der Ricotta Cheesecake ist sensationell zart, schmeckt toll nach Tonka, also sehr vanillig, mit dezenter Säure und einem interessanten Mundgefühl mit den Zitronenzesten. Der Kuchen schreit nach einem Espresso, oder Grappa. Kannst Du es hören?

Backe mich nach, habe ich auch eben ziemlich deutlich gehört. Dabei wünsche ich viel Spaß und einen guten Appetit.

“Espresso, Espresso”
“Back mich nach” – mit Grappa
Was hab ich grad gelacht..
Du hast die leeren Ricottagefäße
zum Abwiegen benutzt.
Da hab ich so in mich reingegrinst.
Kenn ich irgendwoher…
Ich mags nur nicht,
wenn Zucker und anderes
dann in den Gefäßen kleben bleibt.
In Deinem Fall hätte ich
die Rührschüssel auf die Waage gestellt,
das alles direkt reingewogen.
Dank “Nullen” ist das ja ganz leicht geworden.
Und den Ricotta am Schluss reingeworfen.
Für das Vorgehen sprechen 2 Vorteile:
Du musst die feuchten Ricottapötte nicht verwenden.
Du kannst eine sehr alte Teiglockerungsmethode
zwanglos in die Teigerstellung integrieren.
Omas geschlagener Zucker mit Eigelb und Öl / Fett
ist immer noch ein probates Teiglockerungsmittel.
Ansonsten finde ich die Fotoserien
so angenehm authentisch.
Kein Getue mit edel glänzenden Glas-Schüsselchen..
Das Gerät in der Küche, was da ist,
wird verwendet und welch ein Wunder,
das wird auch ein sehr leckerer Kuchen 🙂
Ich hab nix gegen schöne Fotoserien,
aber bei jemanden, der nicht seit Jahren kocht,
kann dann das dann zur Hemmschwelle werden.
Nicht nur das Rezept mit Fotoanleitung ist wichtig,
nein, man muss auch noch schön kochen.
Wenn schon das Nachkochen eine Herausforderung ist,
weil man eben nicht so gut kochen / backen kann,
dann ist spätestens dann – beim schön-kochen,
jede Lust auf Nachkochen vergangen.
Deswegen: ich lach lieber über die Ricottapötte,
die so schön “normal” sind, so mitten im Leben.
Und ich kichere in mich hinein,
weil ich das auch so mache,
oder eben mit Omas Methode,
zuerst Butter, Zucker, Eigelb..
Ich habe an dem Tag für einen Geburtstag vier Gänge von der Vorspeise, Zwischengang, Hauptspeise und Nachspeisen gekocht. Der Kuchen war schon recht spät in der Nacht und die Rührschüsseln waren bis auf die letzte in der der Ricotta waren, alle in Benutzung oder in der Spülmaschine