Lahmacun – vegan as fuck
Lahmacun sind bekannt? Das sind die Teigfladen, die man beim Türken bekommt und weil das viele nicht aussprechen können, oder nicht lernen wollen, firmiert Lahmacun häufig als türkische Pizza, obwohl die mit Pizza gar nichts zu tun haben. Viele Leute glauben auch, dass die vegetarisch wären, wenn man sich die Fladen nicht mit extra Döner belegen lässt, aber die werden schon vor dem Backen mit einer Mischung aus Paprikapaste, diversen Gewürzen, Gemüsen und Lammhack bestrichen. Vegetarisch, oder vegan werden die nur, wenn man diesen Kreislauf durchbricht und das Lammfleisch weglässt. Hier in diesem Rezept kommen auch viel mehr Gewürze zur Verwendung, als ich das an normalen Tagen tun würde, in sofern könnt Ihr Euch auf jede Menge Geschmack freuen.

Zutaten:
1 Kilo Mehl
500 Milliliter Wasser
2 Tüten Trockenhefe
1 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Zucker
100 Milliliter Rapsöl, oder Olivenöl
zum Bestreichen:
1 Zucchini
2 Spitzpaprika
2 Stangen Staudensellerie
2 Knoblauchzehen
4 Esslöffel Olivenöl
1/2 Teelöffel Chiliflocken / Pul Biber
1/2 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
1 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Esslöffel Oregano
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Paprikamark
3 Esslöffel Granatapfelsirup
Saft einer Zitrone
Zum Servieren:
Petersilie
Zitronenspalten
optional Zwiebelringe

Mehl in die Rührschüssel geben

Wasser abmessen und zum Mehl gießen

Trockenhefe

Salz

Zucker

Öl abmessen

Öl zum Teug geben

10 Minuten Teig kneten, von Hand oder mit der Maschine.

In der Zeit fange ich schon an, das Gemüse vorzubereiten

Eine Zucchini

2 Spitzpaprika

Zucchini auf der Standreibe grob reiben

Paprika zu Stücken verarbeiten

Staudensellerie zerkleinern

Knoblauchzehen häuten

Eine Zwiebel häuten

Teig ist fertig geknetet, da gebe ich jetzt noch vier Esslöffel öl drüber und löse den Teig vom Schüsselrand, damit das öl einmal um die Teigkugel kommt. Dann klebt der Teig später nicht an den Fingern

Mit einem Leinentuch abdecken und zwei Stunden aufgehen lassen. Mehr ist immer besser, aber zwei Stunden ist o.k.

Wieder zurück zum Gemüse. Knoblauch grob hacken,

Alle Zutaten in eine Schale geben

Zwiebel erzkleinern

Die Stücke kommen auch noch in die Schale

Olivernöl in der Pfanne erhitzen

Gemüse drei Minuten bei Vollgas anschwitzen

1/2 Teelöffel Chiliflocken / Pul Biber
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
1 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
1 Teelöffel Fenchelsamen
1 Esslöffel Oregano
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Paprikamark
3 Esslöffel Granatapfelsirup

Paprikamark in mild oder scharf

Ich habe aus Rücksicht auf meine Familie mild genommen

Granatapfelsirup


Saft einer Zitrone

Herd abstellen und Masse auskühlen lassen. Ihr habt ja Zeit, weil der Teig noch aufgehen muss.

Zwei Stunden sind rum, der Teig ist super aufgegangen.

Der Teig ist durch das Einölen vor dem Aufgehen schön griffig und klebt auch nicht an meinem Brett aus Verbundmaterial

Ich habe noch ein bisschen Öl drübergegeben und dann kann man den mit den Händen ausziehen, bis er so flach und groß ist, wie ihr möchtet. Für richtig flache Fladen bietet es sich an ein Wellholz zu benutzen, aber für rustikale Fladen reichen die Hände auf jeden Fall

Teigfladen auf ein rundes Backblech legen

Mit dem Paprikapastengemüsemix bestreichen

Den Rand freilassen, dann geht er da noch besser auf.

Irgendwer nervte schon wieder mit Ungeduld, da habe ich noch schnell einen kleinen Lahmacun auf Backpapier in der Heißluftfritteuse gebacken.

10 Minuten bei 200 Grad Airfryfunktion

Kann man machen, ist halt Stückwerk

He, she, it, Petersilie und Zitrone müssen mit.

Die “richtigen” Teigfladen backe ich auf dem Backblech im Backofen Vollgas und Umluft zwischen 6 und 8 Minuten, je nach Ofen. Habt Ihr schon mal gesehen, wie ein orientalischer Steinofen mit solchen Mädchentemperaturen wie 200 oder 220 Grad backt? Die kennen das nur Vollgas, oder aus. So backen wir auch.

Petersile und Zitrone, oder Limette nicht vergessen. Das gibt Frische und Tiefe

In Torenstücke schneiden, oder aufrollen

Das geht echt schnell und gut von der Hand.

Die Teigfladen kann man auch gut am nächsten Tag wieder anwärmen

Das ist so verdammt lecker, weil die Gemüsemasse total in alle Richtungen gut schmeckt und der Teig zwischen soft und kross vor sich hinmäandert. Mit ein bisschen Säure ist es kaum noch auszuhalten. Der durchschnittliche Dönerali, der die aus der Fabrik bekommt kann angesichts dieser Machwerkt echt einpacken.

Du kannst Dich jetzt immer mit Chef ansprechen und nach “mit alles?” fragen

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.