Soljanka zum Einheitstag
Zum Tag der deutschen Zwietracht haben wir Besuch aus Berlin gehabt. Enrico und die Jungs, sowie Luise (Freundin von Maga) waren bei uns. Weil die erst abends losgefahren sind, kam die Frage auf, ob ich noch etwas zu essen mache, oder ob sie unterwegs essen sollen. Sollten sie natürlich nicht. Wenn Leute aus Ostberlin kommen und man sie keinem Kulturschock aussetzen möchte, liegt man mit Soljanka immer gut. Das ist eine tolle würzige Suppe aus der der Ukraine,die vor allem aus Resten gekocht wird, die nach Grenzöffnung über die DDR, ihren Weg in den Westen gefunden hat. Ich mag die Soljanka jedenfalls sehr gerne, weil sie schmeckt und weil man da alles loswerden kann, was man vorher in der Woche schon hatte, sowie was aus dem Kühlschrank weg soll. Man muss sich nur an das Grundgerüst halten.

Zutaten:
50 Milliliter Rapsöl
200 Gramm Salami
300 Gramm Bockwürste
400 Gramm vegetarische Burgerpatties
2 Peperoni rot
4 Paprika gelb
5 Paprika rot
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 Salatgurke
1 Tube Tomatenmark 200 ML
50 Milliliter Weinessig
10 Wacholderbeeren
4 Lorbeerblätter
250 Milliliter Relish (anklicken)
1,5 Liter Gemüsebrühe (anklicken)
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
3 Esslöffel gehackte Petersilie
Servieren mit:
saurer Sahne
Zitronenscheiben

Man kann natürlich auch einen normalen Kochtopf benutzen. Aus Gründen der Zeitsersparnis habe ich meinen Krups cook 4 me benutzt. Das ändert nur die Garzeit, aber nicht das eigentliche Rezept. Das ist sowieso nicht statisch. Da kann alles rein was weg muss. Bei mir waren es eben vegetarische Burgerpatties, weil wir am Vortag Burger hatten. Wer richtige Frikadellen, oder Bratenreste hat, kann sie auch verwenden. Es geht immer nur um das Gerüst aus Süß-sauer-scharf.

Salami schneiden

Bockwürste schneiden, die sind aus Geflügel, aber egal

Das sind Dinge die sich ansammeln, wenn man immer viele Sachen unter einen Hut bringen muss und dann natürlich auch, wenn man nach dem Preis kauft. Wenn Geflügelwürste drei Euro pro Kilo kosten, dann nehme ich die auch mit, wenn die mit Schwein sieben Euro kosten.

Alles in Rapsöl bei Vollgas anbraten

Zwei Peperoni

Das gibt Tiefe

Paprika entkernen

Paprika zerkleinern


rote Paprika

Entkernen und zerkleinern

Die kommen ebenfalls in den Topf und werden vermischt

Chiliflocken

Knoblauch pressen

Eine Tube Tomatenmark

Das wird ebenfalls untergemischt, damit es ein bisschen anbräunt.

Das ist das Bossmove in diesem Rezept. Eine frische Salatgurke statt saure Gurken aus dem Glas. Damit wird es eine ganz andere Soljanka, als aus der Konserve. Merkt Ihr am Ende am Geschmack

Gurke halbieren und dann vierteln

In Stücke schneiden

Ab in den Topf damit

Weinessig

Wacholderbeeren und Lorbeerblätter

Alles brät an und bekommt langsam Farbe

Das sind Burgerpatties die übrig geblieben sind. Bevor ich die wegwerfe, kommen die in die Soljanka. Die sind aus Erbsenprotein und haben ein Mundgefühl wie Fleisch. Schmecken auch gut und ich hatte die noch in der Kühltruhe liegen. Wurde Zeit, dass die mal verwendet wurden.

In Stücke schneiden

Weil wir keine sauren Gurken haben, nehme ich das Relish. Da ist richtig Säue und Süße und Feuer drin

Freut Euch auf richtig Geschmack

Zwiebeln häuten

Zwiebeln zerkleinern

Zwiebeln in den Topf kippen

Gemüsebrühe

Jetzt wird der Topf geschlossen und es wird 10 Minuten unter Druck gegart.

Deckel zu, Zeit einstellen

Feuer frei. Topf heizt auf

10 Minuten Kochzeit

Nach 10 Minuten abdampfen


Das sieht solide aus

gehackte Petersilie

Die Suppe habe ich in er Schale probiert, ein tiefer Teller geht natürlich auch.

Dazu noch ein Klecks saure Sahne, oder Creme fraiche

Eine Scheibe Zitrone

Ich habe dieses Gefühl nicht sehr oft, deswegen habe ich es in dem Moment als sehr besonders empfunden und es ist schwer in Worte zu kleiden. Mein erster Gedanke war, dass es sich anfühlt, als wenn man wahnsinnig werden müsste, weil es so gut schmeckt. Und genau so schmeckt es vom ersten bis zum letzten Löffel. Dieses Relish in der Soljanka ist die andere Liga, so wie die frische Gurke. Nicht an der Paprikamenge sparen, lieber an der Fleischeinlage. Aber das ist wirklich so lecker, dass einem die Maximalbezeichnungen knapp werden.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
” Erbenprotein” ? Schmeckt das jetzt wie ne Million, oder was..? 😉
Schon beim Fotos gucken hab ich mir gedacht, dass die frische Gurke und das
CutneyRelishscheissegal die Bringer sind; hat mir gleich eingeleuchtet und gut gefallen.
Schön, dass du das sogar selber ausdrücklich geschrieben / bestätigt hast.
Wenn ich genügend Reste hätte, würde ich die heute gleich machen – ist so kalt im
Moment. Nun gibt’s halt Reissuppe mit marinierter Pute von dem gestrigen Wok-
gericht. Auch gut. Ne Gurke und RelishChutneyscheissegal hab ich da. Das wird.
Tut mir leid, ich bekomme es leider trotz gegenlesen nicht besser hin. Ich war heute Morgen beim Neurologen, Termin kann ich im März haben. Ich versuche noch mal Bremerhaven, da soll auch eine Praxis sein, mit offener Sprechstunde. Ich brauche eine Reha und ein Programm. Es muss natürlich Erbsenprotein heißen.
Nixda leidtun! das hab ich gerne als Steilvorlage für nen lauen Joke genommen.
Sonne Tippfehler produziere ich ständig…
Der Rest allerdings erfreut mich dann weniger…Ich drück dir die Daumen!
danke
Hmmmm, Soli geht immer. Genau wie Thüringer Bratwurst und Gehacktesbrötchen. Danke für die Inspiration! Gute Idee, das mit dem Relish, ich bekomme hier kaum Salzgurken.
Gesundheitlich wünsche ich dir alles Gute und halt die Ohren steif!
Dankeschön. Montag Termin beim Neurologen. Vielleicht hilft mir der ja weiter. Salzgurken würde ich selbst einlegen.
Moin Jörg, oder soll ich dich jetzt Zonenjörg nennen 🤪. Hast du die Pattys vorher angebraten?
Viele Grüße aus dem siegreichen Bremen
Hallo Frank, ich habe da ein paar Länderpunkte gemacht und tatsächlich auch noch 14 Jahre im Berliner Osten gewohnt. Das musst Du wissen, ob man damit automatisch ein Ossi wird? Hat mir noch nie jemand unterstellt.