Kopfsalat mit Berberitzen

Berberitzen habe ich vorher noch nie benutzt, aber für diesen leicht orientalisch anmutenden Salat, sind sie elementar wichtig. Ich habe erst erfolglos versucht, sie im normalen Supermarkt wie Edeka, oder Marktkauf zu bekommen, aber hatte ich keine Chance. Wer einen türkischen, oder arabischen Supermarkt vor der Tür hat, wird fündig, alle anderen können das auch in diesem Internetz bestellen. Berberitzen sind auch als Essigbeeren bekannt und finden häufig in der persischen Küche Verwendung. Wie der Name schon sagt, gibt diese Beere eine schöne Säure, somit ist sie sowas wie ein Gegenentwurf zur Rosine. Der Salat ist vor allem knackig und sommerlich und leider habe ich verschwitzt davon ein Foto auf dem Teller zu machen. Vielleicht schickt Ihr mir ja eines, beim Nachkochen?

Zutaten:

200 Gramm Mayonnaise (anklicken)
1 Kopf Eisbergsalat
1/2 Bund Radieschen
200 Gramm Joghurt
3 Esslöffel Granatapfelsirup
50 Gramm Berberitzen
Saft einer Zitrone
1 Spalte Salzzitrone oder 1/2 Teelöffel Salzzitronenpaste (anklicken)
3 Zweige Koriander
2 Lauchzwiebeln
1 Teelöffel grobes Salz
1/4 Teelöffel Chilflocken

Eisbergsalat zerlegen und waschen

Eisbergsalat in eine Schale geben

Mayonnaise kommt in eine separate Schale in der das Dressing gerührt wird.

Joghurt, gerne auch griechischen verwenden

Saft einer Zitrone

Granatapfelsirup

Salz

Salzzitrone, oder Salzzitronenpaste

Salzzitrone klein hacken. Die habe ich wohl noch in Berlin gemacht, also wird die gute drei Jahre alt sein. Die wird wie ein guter Wein, mit dem Alter immer besser und runder. Das kommt auch noch in die Schale mit dem Dressing

Koriander hacken

Immer rein in die Salatschale mit den Zutaten

Lauchzwiebeln abziehen

Lauchzwiebeln zerkleinern

Lauchzwiebel kommt zum Salat

Radieschen grob reiben

Ab in die Salatschüssel damit

Chiliflocken zum Dressing

Berberitzen

Alles miteinander vermischen

Dressing zum Salat geben und verrühren

Ein sensationell knackiger und geschmackvoller Salat, mit einer tollen Säure und ganz viel Bums aus allen Richtungen. Der macht sich super zu frischem Brot, zum Grllen, zu Fleisch sowieso, aber auch zu verschiedenen anderen Gemüsen.

Wie gesagt, mit einem Tellerfoto könnt Ihr Euch bei mir beliebtmachen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.

9 Kommentare

  • Haifisch

    Ah, wir mutieren jetzt Richtung Chefkoch, kicher?

    Was für eine schöne Idee,
    uns, die besserwissenden Leser
    um nachgekochte Fotos zu bitten.

    Hoffentlich wirst jetzt nicht totgeworfen mit Bildern.
    Ich kann nicht, hab keine Berberitzen.

    Diese Essigbeeren hab ich tatsächlich noch nie genutzt,
    auch wenn ich Berberitzen kenne.
    Sogar im Supermarkt gesehen. Vor vielen Jahren.

    Wenn ich mich recht erinnere,
    hab ich die sogar gekauft,
    In den Joghurt getan und mich gewundert,
    dass ich das gar nicht leiden kann.

    Das ist so eine vage Erinnerung,
    ich erwartete sowas wie Cranberries.
    Nun, Jahrzehnte später klärt es sich:
    Das waren Essigbeeren,
    ganz sicher nicht süße Beeren.

    • hätte ja fast geklappt. Berberitzen sind bestimmt mit Sumach verwandt, das ist doch ein Essigbaum. Habe ich aber nicht gegoogelt, sondern fällt mir gerade ein.

      • Haifisch

        @Jörg, hab grade gegoogelt bei Wiki.
        Da wird alles mögliche in Verwandtschaft gestellt,
        aber nicht direkt die Berberitze mit dem Sumach.
        Aber ich glaube trotzdem, dass Du recht hast.

        • Kathi

          Nur mal so …. ich muss es jetzt einfach mal kurz loswerden, weil ich es – im Gegensatz zu Jörg – etwas mit Pflanzen hab’.
          Die Berberitze ist mit dem Essigbaum nicht verwandt, sondern mit der Mahonie, eine Zierpflanze, die in vielen Gärten und Parks zu finden ist. Sie blüht im März knallig gelb und hat jetzt dunkelblaue Früchte, die ähnlich wie die Früchte der Berberitze aussehen und man wohl auch essen kann, habe ich aber noch nie probiert.

          Der Essigbaum ist mit dem Sumach verwandt und – man glaubt es kaum – zu dieser Familie gehören auch Mango, Pistazie und Cashewnuß.

          • Du bist auch ne echte Konifere so vong Pflanzen her. Ich habe gedacht so ne Essigbeere passt gut zum Essigbaum. Ich habe es nullkommanull mit Pflanzen. Ich kann auch nichts dafür. Ich wundere mich manchmal über mich selbst, wenn ich Blätter am Baum einer Pflanze zuordnen kann, auch das kommt vor, aber ist eher selten.

  • Esther

    Der Salat ist schon interessant. Berberitzen kenne ich nicht, habe nur das Wort gehört und mich eben erst mit dem Früchtchen befasst. Es soll sehr gesund sein.

    Da unser Glatzkoch gelassen ist und selten sauer wird, mag er die Geschmacksrichtung „sauer“ um so mehr. Manche können extrem scharf essen, dies ist meine Domäne.

    Wie ein Trüffelschwein stöbere ich die hier für mich gestellten Sauer-Fallen auf.
    Ich beginne:
    – in der Mayonnaise ist Zitronensaft
    – der Granatapfelsirup ist säuerlich
    – die Salzzitrone ist säuerlich
    – die Berberitzen sollen säuerlich schmecken

    Fazit: Mein Mund würde vermutlich wie ein Hühnerarsch aussehen, während die übrigen Gesichtspartien gestrafft sind.

    Nun stellte ich mir die Frage, ob ich überhaupt Berberitzen kaufen soll, auch, da man ihrer nicht überall habhaft wird. Mein Mann mag Blattsalate, die wie in seiner Kindheit süß sind.

    So kombiniert und inspiriert komme ich zu dem Ergebnis: Es wird der Eisbergsalat mit der Glatzkoch-Mayonnaise zubereitet, dann pfeffere ich einfach Rosinen hinein. Falls es nicht schmeckt, ist der Jörg schuld. So. 😉

  • katinka

    Bei der Fülle von Zutatan und Aromen kann ich mir nicht vorstellen, dass jetzt Berberitzen das Highlight dieses Salates sind und jeder ausruft: Oh wie toll, da sind ja Berberitzen drin. Also wie immer: alles (oder fast) kann, nix muss.

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