Holzfällersteak pur und eingelegt
Stelle Dir vor Deine Familie fährt für 5 Tage in den Urlaub und ausgerechnet an dem Tag, fällt Dir beim Einkaufen ein 3,5 Kilo Paket Holzfällersteaks aus der Schulter in die Hand. Ich habe eines gleich pur gebraten und den Rest eingelegt, denn das bringt in Sachen Geschmack und Zartheit eine Menge, verlängert die Haltbarkeit und wird mit jedem weiteren Tag, immer nur noch leckerer. In Wirtschaftswunderzeiten war das Holzfällersteak ein echtes Männeressen, das auf einem runden Holzbrett mit Bratkartoffeln und einem Haufen geschmelzter Zwiebeln serviert wurde. Mein Vater mochte das ebenfalls sehr gerne und wenn wir auswärts essen waren, dann hat er sich das regelmäßig bestellt. In Zeiten als es noch kein Internet gab, waren die Möglichkeiten kochen zu lernen nämlich ziemlich begrenzt und meine Mutter wäre niemals auf die Idee gekommen ein Stück Fleisch zum Kurzbraten auch nur ansatzweise richtig zu garen. Das wurde bei so einer mittelmäßigen Temperatur so lange durch die Pfanne geschoben, bis man die Fleischfaser von vorne nach hinten durchziehen konnte und es richtig schön zäh und vom Fleischsaft “befreit war”. Deswegen ist man für sowas essen gegangen, weil zuhause zumindest in meiner Familie mütterlicher- und väterlicherseits, keiner in der Lage war Schnitzel kross, ohne abfallende Panierung auszubacken und auch kein Steak saftig zu garen, von medium gar nicht zu reden. Alleine dafür hat sich dieses Internetz schon gelohnt.

Zutaten:
3,5 Kilo Holzfällersteak vom Schwein
Zum Marinieren:
1 Esslöffel Salz
1 Esslöffel Senfmehl
1 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
1 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
2 Esslölffel Majoran
3 Esslöffel Zwiebelpulver
150 Milliliter Rapsöl
Beilage:
3 Kilo Zwiebeln
80 Milliliter Rapsöl und/oder 80 Gramm Butter
1 Teelöffel Salz
Chiliflocken
1 Esslöffel Majoran
Bratkartoffeln (anklicken)

Erstmal marinieren mit:
1 Esslöffel Salz
1 gehäuften Esslöffel Senfmehl
1 Esslöffel Paprikapulver edelsüß
1 Esslöffel Paprikapulver rosenscharf
2 Esslölffel Majoran
1 Flasche Bier 0,33 Liter

Rapsöl, damit sich die Gewürze gut verteilen

Gewürze einmassieren

Da fehlt jetzt noch eine Flasche Bier

So eine Kiste Bier hält bei mir locker ein Jahr und wenn ich damit noch auch mal kochen würde, wohl auch mehrere Jahre.

O.k, Astra ist höchstwahrscheinlich auch kein Bier, brültt gleich wieder einer rein?

Abdecken und in den Kühlschrank stellen. Da hält es sich zur Not auch eine Woche und schmeckt jeden Tag noch besser.

Die Zubereitung ist gleich, egal ob das Fleisch eingelegt wurde, oder nicht.

Öl in der Pfanne knallheiß erhitzen

Bei nur einem Stück Fleisch reicht mir eine Zwiebel, die ich abziehe während das Öl erhitzt

Fleisch je nach Dicke 3 bis 4 Minuten pro Seite anbraten, ich nehme vier Minuten

In der Zeit die Zwiebel in Ringe schneiden

Nach vier Minuten wenden und von der Rückseite braten

Das Fleisch ist gut, wenn sich der Fleischsaft in der Kuhle sammelt.

Dann Fleisch aus der Pfanne holen und in Alufolie einschlagen. Stellt Euch den Kurzzeitwecker auf 5 Minuten Ruhezeit ein.

In der Zeit wird die Zwiebel im Bratfett bei Vollgas gegart.

Zwischenzeitlich wenden

Petersilie hacken

Als diätkonforme Beilage gibt es einen Eisbergsalat mit Petersilie, dem Saft einer Zitrone, Rapsöl, Salz und Pfeffer. Das reicht mir vollkommen

Petersilie, grobes Salz, Chiliflocken und Butter zu den Zwiebeln geben

Die sehen nach meinen Geschmack aus.

Fleisch aus der Alufolie holen

Zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und den Herd abstellen

Mit den Zwiebeln und dem Salat ein Gericht nach meiner Mütze.

Das ist der Salat

Das Fleisch im Anschnitt


Als die Familie wieder da war, habe ich in zwei Pfannen die Holzfällersteaks bei Vollgas ebenfalls 4 Minuten pro Seite gebraten

Zwiebeln zu Ringen verarbeiten

Fleisch danach in einer Pfanne ruhen lassen mit Deckel

Im Bratfett die Zwiebeln garen

Salzen und Chiliflocken wenn sie fertig sind, nicht vorher

Obligate Petersilie

Ich war selbst erstaunt, dass meine Kinder so dermaßen darauf abgegangen sind, bis auf Elisabeth und meine Frau, die bei Fleisch gerade ziemlich dumm mit mir tun

Durch das Einlegen ist das Fleisch geschmacklich topp, weil das kein Fertiggewürz ist, schmeckt es nicht wie beim Nachbarn und zarter als der pur gebratene Fleisch ist es auch. Man kann beides machen, aber wenn man Zeit hat, würde ich immer die Methode mit dem Einlegen wählen.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Autschibautschi – Fleisch aus der Schulter in die Hand gefallen ?
Das hat doch sicher sauweh getan und feste geblutet oder? Brrrr..
Die tagelang marinierten Steaks sehen echt leckerst aus.
Aber was macht man nicht für die Famile und bei eigenen Kindern heißt’s ja oft
” die sind mein eigen Fleisch und Blut ”
Opfer musch bringe, damit’s was recht’s wird……gell net…..
Einen ähnlichen ersten Gedanken hatte ich auch: Mir ist auch noch nix aus der Schulter in die Hand gefallen. 😉
Aber lecker sieht’s aus, ich hab Appetit, und das am frühen Morgen.
Tja, Dirk NB – das schafft er halt reglmäßig und zuverlässig der Jörg mit dem Appetit zur Frühstückszeit… 🙂
Leider sind die großen Fleischportionen zum Frühstück etwas unüblich hierzulande, da geht’s über ein paar Speckzipfel im Rührei oder Obstbewohner im Müsli oder Smooooothie nicht hinaus. 😉
Du arbeitest nur in der falschen Branche. Auf dem Bau hauen die sich sowas auch schon zum Frühstück rein. Mit Bratkartoffeln und Spiegelei
Ich hätte jetzt auch schon wieder Appetit darauf
Das kann man auch schon zum Frühstück essen
Ich denke die Kinder werden ganz ordentlich. Ganz die Mutter
Also DAS war doch jetzt echt mal ironisch, oder ?
Wobei ich natürlich reingarnix gegen die Fränkin mit dem wundervollen
französischen Krimivornamen gesagt haben will…ist ja wohl klar.
BTW – du machst doch als Krautsalate in so Kunststoffeimerchen.
Ich habe gerade den Plan mir mal grüne Tomaten einzulegen; das ist im
Winter superfresh und knackig und lecker.
Hält sich denn das Kraut usw. nach dem fermentieren auch weiter in den geschlossenen Bechern ? Das wäre ja superpraktisch.
Dake schonmal für ne Antwort.
Ich fermentiere bis das Kraut nicht mehr blubbert und danach koche ich es im Glas ein. Mein Sommergemüse ist mir irgendwann verschimmelt, als ich es im Eimer gelassen habe und meine Gurken habe ich hier aus dem gleichen Grund gar nicht erst gezeigt.
alles klar, merci.
de rien
rien ne vas plus..
Donnerwetter, die Photos von dem Fleisch sind ja der Knaller. Hast du das selbst fotografiert, könnte man sich glatt in die Küche hängen. Nicht, weil ich so ein Fleischesser bin, sondern weil ich gutgewachsenes Fleisch sehr zu schätzen weiß und mich freue wenn ich es mal zu sehen kriege. Leider gibts bei uns weit und breit keinen Metzger mehr und wenn ich auch das beste Fleisch im Supermarkt kaufe, bin ich enttäuscht, dass ich es nicht so wie früher hinkriege. Auch deshalb immer weniger Fleisch auf dem Teller. DenTipp mit dem Einlegen werde ich natürlich ausprobieren.
Ja, habe ich selbst fotografiert und das Licht hat für mich gearbeitet. Das war im Wintergarten bei Tageslicht. Der Gastrogeroßmarkt ist echt ein Gewinn und besser als Flesch aus dem Supermarkt. Da ist zwar nur wenig Bio, aber trotzdem ist es besser als bei Lidl, Aldi, Netto. Da kaufe ich auch nur sehr ungern Fleisch. Ich finde es immer vergleichsweise zäh, wenn man es mit besserem Fleisch vergleicht.