Ingwer-Zitronentarte mit Ben’s Ginger
Meine Kinder haben gedacht, ich hätte eine neue Flasche Gin für meine Frau bestellt und nötigten sie die ganze Zeit, das Paket in dem offensichtlich eine Flasche war zu öffnen. Ich bin ja immer von Sonntagabend bis Mittwochabend in Bayern bei der Arbeit. Als ich dann nach Hause kam, nervten mich alle mit dem Karton, aber ich hatte überhaupt keine Ahnung was es sein könnte und ich hatte auch nichts bestellt. Umso größer war die Überraschung als ich eine Flasche Ben’s Ginger Ingwerkonzentrat aus dem Karton geholt habe. Das ist ein neues Produkt und durch meine Bloggerei, bekomme ich alle Jubeljahre immer wieder mal solche schönen Sachen zum Testen. Es liest sich erstmal sehr gut. Bio Ingwer aus Peru mit Wasser, 20 % Ingwer, Zucker, Mandelsirup usw. Darüber sage ich später noch etwas. Für Euch genau so interessant, bei der Flasche war ein kleiner Beileger mit Rezepten, die man mit dem Ingwerkonzentrat zubereiten kann. Sowas macht mir immer Spaß, also ran an den Feind, also das Konzentrat.

Zutaten:
Teig:
200 Gramm Mehl
60 Gramm Zucker
1 Prise Salz
100 Milliliter Rapsöl
Abrieb einer bio Zitrone
1 Ei
Zitronencreme:
2 Eier
150 Gramm Zucker
50 Milliliter Rapsöl
70 Milliliter Ben’s Ginger Konzentrat
2 bio Zitronen entsaften
Puderzucker zum Bestäuben
Bio Zitrone zum Dekorieren

Mehl abwiegen

Zucker abwiegen

100 Milliliter Rapsöl. Man kann natürlich auch 100 Gramm Butter nehmen, aber ich habe immer keine Lust die erst zu schmelzen, oder lange stehen zu lassen, weil die bei uns immer im Kühlschrank ist. Also Rapsöl

Öl zum Mehl und Zucker in die Schüssel gießen

Eine Prise Salz

Ein Ei aufschlagen

Den Abrieb einer bio Zitrone in die Schüssel reiben

Die Zitrone nehmen wir später noch für die Creme, die auf den Teig kommt.

Ich rühre die Zutaten mit dem Esslöffel durch.

Wenn es nicht mehr weiter geht, knete ich den Rest mit den Händen

Teigkugel im Kühlschrank kalt stellen. Im Moment reicht auch noch eine halbe Stunde auf der Fensterbank von draußen.

Nun machen wir die Creme

Zucker abwiegen

Eier aufschlagen und in einen Mixbecher geben. Zucker dazu kippen.

50 Milliliter Rapsöl

Auch da könnte man Butter verwenden, ich aus oben genannten Gründen Rapsöl

Und hier kommt das gute Zeug. Ben’s Ginger Ingwerkonzentrat.

70 Milliliter abmessen

Das Konzentrat kommt in den Mixbecher.

Die beiden Zitronen entsaften

Der Zitronensaft kommt ebenfalls in den Mixbecher.

Alle Zutaten sind jetzt im Becher.

Ich bin fein raus, weil ich meinen ESGE Zauberstab mit der Schlagscheibe habe. Damit rührt man ordentlich Luft unter die Flüssigkeit und rührt sie schaumig. Mit einem Rührgerät kann man das auch machen, wird aber halt nicht ganz so luftig. Macht nichts. Im Kuchen sieht man das nicht mehr.

Nun machen wir schnell die Tarteform klar und heizen den Backofen auf 200 Grad Ober–Unterhitze auf.

Die Tarteform mit einem Papiertuch mit Rapsöl auswischen

Den abgekühlten Teig holen

Teig in die Tarteform drücken

Mit einer kleinen Teigrolle direkt in der Form ausrollen. Wer nur eine große Rolle hat, muss halt auf einem bemehlten Brett ausrollen und den Teig dann in die Form umziehen. Ich bin handwerklich nicht so toll, deswegen mache ich es mir so einfach wie es geht.

Nun ist der Teig ausgerollt.

Creme in den Boden füllen

Tarte für 30 Minuten in den Ofen stellen und backen. Dann wird alles schön braun. Wer es heller haben möchte, nimmt halt ein paar Minuten weniger.

So kommt mein Kuchen wieder zurück aus dem Ofen.

Ich lassen ihn ein bis zwei Stunden auf der Fensterbank auskühlen. Wenn es draußen wärmer wäre würde ich den nach einer Stunde auskühlen in den Kühlschrank stellen.

Die Tarte lässt sich gut schneiden und der Boden lässt sich einfach aus der Form heben.

Puderzucker über die Tarte sieben

Natürlich auch über die große Tarte in der Form.

Eine Zitronenscheibe als Deko finde ich pittoresk.

Die Konsistenz ist toll. Sehr cremig, aber das kennt man von solchen südländisch anmutenden Tarten ja schon. Der Boden ist angenehm mürbe gebacken. Sensationell ist der Geschmack. Zitrone bringt eine schöne Säure, kräftige Süße als Gegengewicht, aber noch außergewöhnlicher wird die Tarte durch den Ingwergeschmack, der sanft hervor sticht. Das gefällt mir sehr gut.

Wenn ich das zeige und Euch darüber etwas sagen soll, schaue ich natürlich auch online was das kostet. Die 500 Milliliter Flasche Ben’s Ingwersirup kostet 11 Euro und dann kommt online noch der Transport dazu, meistens 6 bis 8 Euro. Ich habe erst gedacht, das ist nicht günstig, aber das sind die Ingwershots bei Lidl und Aldi auch nicht. Dann habe ich mir gedacht, es sind nur 20 % Ingwer darin und das dann als Namensgeber für das Gebräu zu nehmen, ist bei 80 % anderen Zutaten auch ne Ansage. Das hinterlässt mich ein bisschen ratlos, dazu eine passende Antwort zu geben, weil ich mir meinen Ingwer in bio Qualität für 6 bis 7 Euro pro Kilo kaufe und daraus ein paar Liter Ingwersirup kochen kann, oder auch sowas in dieser Richtung machen könnte.

Völlig unbestritten schmeckt das Ingwerkonzentrat sehr gut und macht eine gute Figur. Ich werde damit auch noch andere Rezepte ausprobieren. Das ist etwas für Menschen, die keine Lust haben sich die Mühe zu machen, selbst ein Konzentrat herzustellen und die im Gegenzug bereit sind, dafür so einen Preis zu zahlen. Mit Gin, oder Wodka könnte ich mir das auch gut vorstellen, oder morgens als Wachmacher schon vor dem ersten Kaffee.

Die Tarte kann ich jedenfalls sehr zum Nachmachen empfehlen. Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

Super
freut mich sehr, wenn es dir gefällt