Tomatensoße aus Bio Minitomaten für Pizza und Nudeln

Ich weiß gar nicht, warum ich Euch diese Tomatensoße aus Bio Tomaten noch gar nicht gezeigt habe? Die beinhaltet alles, was mein Selbstverständnis von Kochen ausmacht. Ich habe die Tomaten gekauft, als ein Kilo Tomaten gerade überall 4 Euro gekostet hat, oder auch mehr. Es war am 22.04. habe ich gerade geschaut. Da habe Ich 4,6 Kilo Bio Minitomaten von Demeter für 6 Euro bei meinem Gemüsemann bekommen. Ich frage den immer, was weg muss? Nur so bekommt man sowas und man muss auch mal Sachen mitnehmen, die man in dem Moment gar nicht auf dem Schirm gehabt hat und sich dann damit etwas einfallen lassen. Eine Hand wäscht die andere. Daraus folgen anschließend auch die passenden Rezepte, weil man die Zutaten verbrauchen muss. Eines der ursprünglichsten und leckersten Soßenrezepte für Pizza und Nudeln ist immer noch eine einfache Tomatensoße. Scheiß auf die Jahreszeit. Was soll bei Bio aus Deutschland schlecht sein und am Ende nicht schmecken?

Zutaten:

1,8 Kilo Bio Minitomaten
4 Knoblauchzehen
60 Milliliter Olivenöl
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
200 Milliliter Wasser

Knoblauchzehen

Knoblauchzehen durch die Knoblauchpresse drücken.

Herd volle Pulle anstellen.

Olivenöl dazu geben.

Knoblauch anschwitzen

Für die Soße geht so ne ganze Stiege drauf. Normal gar nicht zu bezahlen in Demeter Qualität, aber 1,8 Kilo für 2 Euro, Feuer frei.

Tomaten in den Topf geben

Salz

Chiliflocken

200 Milliliter Wasser, damit die Tomatenschalen nicht am Topfboden anbrennen

Das Wasser verdampft später wieder.

Mit Deckel 30 Minuten köcheln lassen

Umrühren und erneut 30 Minuten mit Deckel köcheln lassen.

Nach einer Stunde sehen die Tomaten so aus.

Auf kleinster Flamme weiterhin langsam einkochen und alle halbe Stunde umrühren. Ich kann nebenbei meine Büroarbeit machen. Das ist keine extra Mühe. Wenn ich zum Herd gehe und mir einen Espresso nachschenke, um nicht mit dem Kopf auf dem Schreibtisch aufzuschlagen, rühre ich das kurz einmal durch.

Je weiter man die Soße einkocht, desto besser schmeckt sie. Wo das Wasser aus den Tomaten raus ist, kommt der Geschmack hervor. Jede Tomate hat 2 Gramm Zuckergehalt, egal ob es so eine kleine ist, oder ob sie ein paar hundert Gramm wiegt. Je kleiner sie sind, desto konzentrierter ist deswegen der Geschmack.

Wenn die Tomatensoße schon in Richtung Tomatenmark geht, also alles was nach zwei Stunden Kochzeit kommt, geht schon in Richtung legendäre Tomatensoßen.

Grünkraut ist wichtig. Ich habe hier Bärlauch genommen, es könnte aber auch Petersilie, Basilikum, Oregano, oder Rosmarin sein.

Das verleiht der Soße Frische.

Die Soße habe ich zu Nudeln serviert (Rezept kommt)

Das ist verdammt lecker.

Oder als Basis für überbackenes Gemüse aus dem Ofen.

Oder als Soße auf Pide

Oder Soße auf Pizza

Tomatenprodukte von ernsthaften Firmen wie Mutti sind sicherlich nicht schlecht und schlagen die obligaten Chinatomatenkonserven im Supermarkt um Längen. Die halten aber, egal ob sie mit San Marzano Tomaten, oder Furz und Feuerstein gemacht wurden, niemals einer frischen, selbst gemachten Tomatensoße stand. Wer anderer Meinung ist, sollte den Gegenbeweis antreten. Ich habe so eine Soße eigentlich immer im Kühlschrank stehen und koche die ein bis zweimal in der Woche, weil es immer einen Anlass gibt, sie zu verbrauchen. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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2 Kommentare

  • Die “einfachen” Rezepte sind doch immer die besten, verlangen aber dann doch gute Zutaten. Aber das sieht richtig gut aus. Und sind die frischen Tomaten mal nicht ganz so gut, hilft ein Löffel Tomatenmark. 😉
    Was übrigens auch einer Tomatensoße einen frischen und interessanten Kick gibt, ist eine klein geschnittene rote Paprika. Gleich von Anfang an mitkochen. Nur mal so als Variante. Die Soße wird frischer, ohne dass sie gleich nur nach Paprika schmeckt. Ich mags.

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