Pizza fritta napoletana

Jeder sollte immer einen gereiften Pizzateig im Kühlschrank stehen haben. Damit spart man eine Menge Geld und vor allem erspart man sich damit kulinarischen Ärger aller Art, weil man dann weder den asigen Pizzateig von der Rolle, oder Tiefkühlpizza, oder teure Lieferdienstpizza aus Lausezutaten braucht, um satt zu werden. Ein Problem sehen darin nur Leute, die bislang noch gar nicht wissen, wie einfach es wäre, sich den kulinarischen Kernschrott vom Hals zu halten. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Man kann aus dem Teig auch Brot, Brötchen, oder anderes Backwerk herstellen. Weiterhin ist es ein Irrglaube, dass man für Pizza unbedingt einen Backofen braucht. Natürlich schadet es nicht, wenn man einen hat, aber man kann seine Pizza ebenfalls im Kontaktgrill, oder in Öl schwimmend ausbacken. Die Pizza fritta ist ein altes neapolitanisches Verfahren zur Pizzaherstellung in heißem Öl. Traditionell wurden diese Pizzen durch das Küchenfenster von Pizzabäckern, an ihrem freien Tag verkauft. Die waren meistens so arm, dass sie ebenfalls keinen Ofen zuhause hatten, aber eine Kochplatte und darauf haben sie dann im Öl Pizza gebacken und privat zur Gehaltsaufbesserung verkauft. Mit Steuer bezahlen hatten sie es in Italien noch nie so, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe das vor ein paar Jahren schon einmal gemacht, aber dieses Wochenende war ich alleine mit den Kindern, die damals alle noch so klein waren, dass sich niemand mehr daran erinnern konnte. Die haben diese frittierten Pizzen total gefeiert und in Windeseile verputzt.

Pizzateig: (anklicken)

1000 Gramm Mehl
650 Milliliter Wasser
5 Gramm Trockenhefe
3 Teelöffel Salz (mehr ist mir zu salzig)
Grieß zum Arbeiten

Pizzasoße:

Tomatensoße mit Maggi (anklicken)

Auflage:

Salami
Mozzarella
Oregano
Tomaten
Petersilie
Meersalz
Chiliflocken

Zum Ausbacken:

1 Liter Rapsöl

Teigfläche mit Grieß bestreuen , Teig darauf ablegen und von beiden Seiten in den Grieß drücken

Teig mit dem Nudelholz ausrollen, oder mit den Händen ausziehen

Rapsöl im Wok aufheizen

Wenn das Öl richtig am Holz sprudelt ist die Temperatur gut

In dem Moment wenn ich mit dem Backen anfange, reduziere ich die Hitze, damit die Pizza nicht zu schnell dunkel wird.

Wenn die Öltemperatur gut ist, steigt die Pizza sofort wieder an die Öloberfläche auf.

Das ist meine Tomatensoße, die koche ich ebenfalls jede Woche wieder neu. Irgendwer will immer Nudeln, weil der Rest nicht schmeckt, oder es gibt Pizza, dann ist man froh eine gescheite Soßenbegleitung griffbereit zu haben.

Ein bisschen Grünkraut hacken. Da ist Petersilie.

Die Tomaten habe ich für € 1,49 vom Mix Markt. Das war so eine Restetüte mit 1,5 Kilo. Bei dem Preis habe ich gleich zwei genommen.

Ich wollte den Teig nicht zu dunkel bräunen

Nach drei Minuten wenden und von der anderen Seite im Öl backen

Pizza aus dem Wok holen

Gleich die nächste Pizza backen

Pizza mit Tomatensoße bestreichen

Mozzarella als Belag

Tomaten und Petersilie

Mit Meersalz und Chiliflocken bestreuen

Und jetzt kommt es. Die zweite Pfanne habt Ihr auf dem Herd schon heiß gemacht. Da kommt die Pizza rein und Ihr legt einen Deckel darauf, weil sich die Hitze dann darin fängt und den Käse schmelzen lässt.

Ihr müsst aber aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiß ist, damit Ihr Euch nicht den Pizzaboden anbrennt. Dafür bekommt Ihr aber ein Gefühl. Wenn die Pfanne erstmal heiß ist, reicht halbe Kraft, auf einer kleineren Herdplatte, weil auf der größten ja Euer Wok die Pizzen backt.

Danach geht es wie bisher mit den weiteren Pizzen vonstatten.

Man kann auch Salami als Belag wählen. In Italien ist es üb´rigens üblich die Salami erst nach dem Backen auf die Pizza zu legen, damit sie nicht zerrig wird. So halten es die Italiener auch mit Schinken, der nicht mitgebacken, sondern erst danach aufgelegt wird.

Alles rauf auf die Pizza

Dann mit Deckel in der Pfanne nachgaren

Pizza in kleine Ecken schneiden, damit sich jeder selbst bedienen kann.

Die Pizza ist unglaublich lecker, ganz knusprig, sehr luftig und der frische Belage ist ein ganz toller Kontrast.

Meine Kinder haben die Pizzen nur unterbrocheen von Lobeshymen in einem Zug inhaliert. Das hätte ich in der Form gerne öfter.

Unheimlich lecker und quasi überall zu machen, weil man nur Herdplatten, aber keinen Ofen braucht.

Das wird Euch auch gefallen. Um 22.00 Uhr könnt Ihr dann mit mir auf die 10 km Laufrunde gehen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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2 Kommentare

  • Barbara

    Was ich gelernt habe ist, dass das Mehl für den Pizzateig einen Proteinwert um die 12 oder 13 % Prozent haben sollte. Hier gibt es das in der Metro, ansonsten im italienischen Supermarkt. Ich folge einer deutsch-neapolitanischen Köchin auf TikTok und wie die den Teig hinbekommt und damit umgeht ist ein Genuss zuzuschauen.
    Mit normalem Mehl finde ich den Pizzateig nicht überzeugend, die lange Reifung ändert daran auch nichts mehr.

    • ich mag auch das 00 mehl, aber ich finde das auf der anderen seite auch ziemlich überbewertet. der golf fährt auch von a nach b, obwohl die s klasse das besser kann.

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