Soljanka – die Reste einer Woche

Wenn man online Soljanka gezeigt, oder im Restaurant und beim Schlachter serviert bekommt, ist es meistens die gleiche Choreo. Bockwurst, Salami, gekochter Schinken, Paprika, Zwiebel, Letscho und saure Gurke. Soljanka ist traditionell eine Restesuppe, bei der z.B. alles recycled wurde, was innerhalb eines Zeitraumes, von ein paar Tagen, noch im Kühlschrank an Überbleibseln vorhanden war. Würste, Bratenreste usw. Der Wiedererkennungswert ist das Gemüse, die Gurken und Paprika. Der Rest ist relativ flexibel. Im Ostblock, da wo die Soljanka ursprünglich herkommt, gibt es die sogar mit Fisch. Ich habe das mit der Restverwertung aus einer Woche gewissenhaft erledigt. Reste von der Rinderhüfte, Geflügelbockwürste, Leberkäse und im Gegenzug keine Zutaten die man nimmt, wenn man die Soljanka ohne den Restecharakter kocht.

Zutaten:

500 Gramm Rinderhüfte
500 Gramm Leberkäse
400 Gramm Geflügelbockwurst
5 Spitzpaprika
4 Stangen Staudensellerie
2 rote Zwiebeln
1 Soloknoblauch
1 Glas Silberzwiebeln plus Flüssigkeit
1/2 Glas saure Gurken plus Gurkenwasser
4 Lorbeerblätter
8 Wacholderbeeren
100 Milliliter Tomatenmark
1 Esslöffel Salz
2 Peperoni

Zum Servieren:

gehackte Petersilie
Saure Sahne / Joghurt
Zitrone in Scheiben

Ich nutze meinen Krups cook 4 me, aber es geht auch ein konventioneller Topf.

Rinderhüfte zerkleinern und Geflügelbockwurst.

Zwiebeln häuten und zerkleinern

Paprika zerkleinern

Leberkäse zerkleinern

Sellerie zerkleinern

Knoblauch zerkleinern

Alle Zutaten kommen in den Topf. Tomatenmark

Ein Glas Silberzwiebeln

Die Flüssigkeit kommt auch mit in den Topf. Wir brauchen die Säure.

Lorbeerblätter und Wacholderbeeren

Gurken zerkleinern und ebenfalls Flüssigkeit in den Topf geben.

Peperoni

Salz

Mit Wasser auffüllen

Ich koche mit Druck, so wie im Schnellkochtopf. Kochzeit 20 Minuten.

Aufheizen lassen

20 Minuten unter Druck kochen

Serviert wird im tiefen Teller mit einem Schlag saurer Sahne, oder Joghurt und einer Scheibe Zitrone. Petersilie dokumentiert Frische. Besonders gut schmeckt die Soljanka, wenn sie eine Nacht im Topf übernachtet hat und dann noch einmal erwärmt wird.

Ich mag Soljanka sehr gerne und je wertiger die verwerteten Reste sind, desto besser ist auch die Suppe. Gerade in der kalten Jahreshälfte ist die Soljanka ein probates Mittel, um sich richtig durchzuwärmen. Was übrig bleibt, kann man gut in Schraubgläsern einkochen und vakuumieren.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

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