Maracujasirup

Bei mir zuhause ist gerade der Sirupwahn ausgebrochen. Ich kann nichts dafür, denn ich trinke immer noch am liebsten sprudelndes Wasser, oder Espresso. Mittlerweile muss ich schon zeitweilig mal auf Bier aus Bügelflaschen umsteigen, weil meine Sippe keine Lust mehr hat, immer nur blankes Wasser zu trinken und weil gekaufte Bügelverschlussflaschen zum Einkochen teurer sind, als Bierflaschen mit Bügel. Ich weiß nicht was meine Frau geritten hat, denn die wollte nie zuckerhaltige Getränke bei uns am Tisch haben, weil sonst immer alles klebt, wenn die lieben kleinen die Gläser umkippen. Die scheinen aber mit Ihrem Anliegen gewonnen zu haben, Getränke mit Geschmack konsumieren zu dürfen, weil sie mehr trinken sollen, das aber daran gebunden haben, dass es nicht nur nacktes Wasser ohne Geschmack ist. Nachdem der Holunderblütensirup so eingeschlagen ist, hat meine Frau noch mal nachgelegt und jetzt auch noch Maracujasirup eingekocht. Ich verkünde nur die frohe Botschaft und die Mutti kocht.

Zutaten:

30 Maracuja / Passionsfrüchte
600 Milliliter Wasser
300 Gramm Zucker

Beim Mix Markt habe es zwei Säcke Passionsfrüchte für ein Ei und ein Butterbrot. Keine Ahnung ob und wo die gerade Saison haben, aber mein Gemüsehakan wollte die loswerden und 50 Stück für € 3,50 machten mich zu einer leichten Beute.

Passionsfrucht halbieren und das Fruchtfleisch mit Kernen auslöffeln. In einem Kochtopf sammeln
Gar nicht so viel Masse für 30 Maracujas, oder?
300 Gramm Zucker
Mütter im Wahn. Sonst schon bei der Kinderwaffel drauf achten, dass kein Zucker drin ist, aber dann beim Sirup voll auf den Putz hauen. Nun noch schnell 600 Milliliter Wasser hinzu gießen.

Den Topf schon mal unter Vollgas erhitzen, damit sich der Zucker auflöst.


Wenn sich der Zucker aufgelöst und einen Großteil des Fruchtfleisches von den Kernen gelöst hat, wird der Topfinhalt durch ein Sieb umkippen.

Mit einem Esslöffel durch das Sieb rühren, die Kerne zwischenzeitlich entsorgen.
Die gereinigte Flüssigkeit aufkochen und 8 Minuten eindicken lassen, wenn es gekocht hat.
Natürlich immer wieder rühren, damit nichts am Topfboden festbrennt.
Den heißen Sirup durch einen Trichter in eine Bügelflasche gießen

Danach den Bügel verschließen und schnell konsumieren, oder stehend im Wasserbad, oder bei 130 Grad im Backofen eine Stunde lang vakuumieren. Dann hält es ein Jahr, aber bei uns ist sowas natürlich ruckzuck weg.
Den Sirup mischt man im Verhältnis sieben Teile Wasser auf einen Teil Sirup. Das ist o.k. und das kann man auch mit Kindern machen. Immerhin ist das mit frischem Obst herstellt und ohne irgendwelche anderen Zusätze. Bevor Obst schlecht wird, ist das auch ein probates Mittel zur Obstverwertung. Der Sirup schmeckt nach dem was drin ist und man kann damit nicht nur Kinder glücklich machen, sondern auch perverse Erwachsene, die sich damit viele wirre Biermischgetränke zaubern, oder Cocktails mit harten Alkoholika.  Das ist echt klasse, wenn man sonst immer nur mit Säften aus Konzentrat, oder was man so kaufen kann arbeitet.
Ich freue mich vor allem darüber, dass meine Frau auch mal Spaß in der Küche hat. Als nächstes kommen jetzt Mirabellen an die Reihe. Wenn da in Sachen Sirup etwas passiert, seid Ihr die ersten, die es erfahren.
Viel Spaß beim Nachkochen und einen gesüßten Appetit.

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