Minutensteaks vom Rind mit Mehl paniert – sensationell

Die Idee zu diesem Gericht hatte ich in Sekundenbruchteilen. Meine Familie war im Urlaub und ich bin am Samstag bei Lidl gewesen und hatte keine Idee, was ich an Fleisch kaufen wollte. Hier war das Argument einfach Rind und um 30 % reduziert, weil es Montag nicht mehr verkauft werden konnte. Diese Minutensteaks sind eigentlich ein rechter Scheißdreck, wenn man sie nicht ausbackt, weil die zäh wie Gummi werden und überhaupt nichts können. Ich hatte aber die Idee, sie mit Mehl zu panieren, wie ich das schon mal mit Huhn gemacht habe, als ich hinter das Geheimnis von Kentucky fried chicken kommen wollte. Im Moment esse ich möglichst wenig schwere Sachen wie Kartoffeln und alles was man daraus macht, aber Hunger habe ich durch die ganze Joggerei natürlich trotzdem. Gegen Kalorien habe ich auch nichts, die brauche ich für die körperliche Belastung und Eiweiß für den Muskelaufbau, aber eben nichts was einem dann noch beim Laufen durch den Magen rumpelt. Deswegen esse ich immer erst ganz spät, gerne auch mal nach Mitternacht, wenn ich vom Laufen wieder zuhause bin.  Irgendwann bekommt man ein Gefühl dafür, für welche Lebensmittel man hinterher beim Bewegen bezahlt, die einem die Leistung rauben. Gemüse und Fleisch gehören jedenfalls nicht dazu und von allem anderen eben nicht die Mengen zu sich nehmen, wie vorher als man sich mit dem Gewicht rumgequält hat. Schmecken muss es trotzdem, sonst macht es keinen Spaß.

Zutaten für einen Läufer, oder zwei Personen:

350 Gramm Rinderminutensteaks
Mehl
4 Eier
Salz
Pfeffer
Tabasco optional (anklicken)
Käsesoße aus Cheddar (anklicken)
2 Maiskolben
1 Liter Rapsöl
Die Käsesoße hatte ich schon von meiner Pizza, aber die war so angelegt, dass man sie universell verwenden kann. Deswegen zeige ich Euch auch gerne wofür und dass sich die Mühe lohnt, weil man die Arbeit nur einmalig hat und hinterher davon profitiert.
Mais in passende Stücke brechen
In einen Topf mit Salzwasser geben und am Ende fünf bis zehn Minuten kochen, je nachdem wie man den Mais am liebsten mag. Ich bin eher der 5 Minuten kochen Typ.
Hier ist das Fleisch. Nix besonderes, aber dafür macht man sich ja die Arbeit, damit es nicht umsonst gestorben ist.
Vier Eier aufschlagen
Salz und Pfeffer
Hier ist auch wieder ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit. Mein Tabasco, im Februar zum Fermentieren vorbereitet, seit Ende März im Einsatz. Viel besser als man den für Geld kaufen könnte. Lohnt sich auf jeden Fall.
Den nehme ich, damit das Fleisch schon gleich beim Mehlieren einen richtig guten Geschmack bekommt. Wer den nicht hat, fällt nicht gleich tot um, aber vielleicht ist das mal ein Anreiz für Euch über die Herstellung nachzudenken?
Alles vermischen.
Hier habe ich noch einen Rest Fleisch von meiner Pizza mit Käsesoße und Steak. Bevor der umkommt, verarbeite ich den auch zusammen mit den Minutensteaks.
Einen tiefen Teller, oder eine Schüssel mit Mehl füllen.
Das Mehl am Fleisch von beiden Seiten andrücken
Danach das Fleisch in das Eigemisch geben.
Danach wieder zurück ins Mehl, damit die Mehlierung besser hält und dicker wird und das ganze Stück Fleisch umschließt. Das geht übrigens mit Huhn, Schwein, oder was gerade weg muss.
Im Gegensatz zum Panieren entfällt die Stufe mit den Semmelbröseln, oder Paniermehl, je nachdem in welchem Sprachraum Ihr beheimatet seid.
Ich muss zugeben, dass ich bei dieser Technik auch jedes Mal denke, ob das am Ende wohl eine geschlossene Oberfläche ergibt und ob es auch kross wird? Das verrückte ist, dass es genau so klappt.
Eine Pfanne daumenhoch mit Rapsöl füllen. Ich habe oben einen Liter als Menge stehen. Die braucht man nicht, aber bevor jemand daran scheitert, weil er nur einen Rest Öl hat, soll lieber genug da sein. Rechnet vielleicht 400 oder 500 Milliliter, die Ihr wirklich braucht.
Das Öl muss am Pfannenwender aus Holz sprudeln, dann ist die Temperatur korrekt. Das Fleisch 3 Minuten pro Seite im Fett ausbacken. Das sind insgesamt 6 Minuten in der Pfanne.
Links neben der Pfanne kochen schon die Maiskolben.Danach ist jeden Tag ein Sonntag.
Saulecker mit der geilen Käsesoße mit Cheddar und einem schlichten Maiskolben.
Ich liebe dieses knusprige Mundgefühl der Panierung und das in diesem Fall super zarte Rind. Das schmeckt auch am nächsten Tag kalt. Ich habe es natürlich nicht alleine aufessen können und die Augen waren wieder mal größer als der Appetit. Alleine zu essen, ist bei mir aber auch die große Ausnahme, wenn ich ohne die Familie bin. Das wird am Ende trotzdem alle.
Ich finde es toll, weil es so einfach ist und weil sich damit auch echte Küchenluschen an das Thema Panierung ranwagen können und sich die Angst nehmen lassen, dass es gleich wieder vom Fleisch fällt.  Wenn man das kann, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, sich so nen fertigen XXL Schnitzelkram aus der Kühlung zu kaufen. Hier ist nur das drin, was man selbst hinein gibt. Wenn man es lieber dicker mehliert mag, kann man das selbst entscheiden und kein Fremder macht einem da möglichst viele Brösel um möglichst wenig Fleisch, aber rechnet den Fleischpreis ab.  Ihr wisst was ich meine..
Entspannte Weltklasse für den kleinen Geldbeutel und für jeden Tag.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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