Huhn wie bei Donahoo’s golden chicken
Wenn ich wieder mal die Weiten des Internets durchforste, dann bietet mir Facebook basierend auf meine Sehgewohnheiten, häufig Essen aus den USA an. Irgendwelche Leute, die von einer Fast Foodkette zur nächsten fahren, aber meistens irgendwas mit Huhn und nicht so Mainstream wie KFC. Damit kann man mich immer bekommen und das scheinen sie zu wissen. Hier führt die Reise zu Donahoo’s golden chicken. Die sind ein Familienunternehmen und haben nur (noch) einen Standort in Pomona / Kalifornien. Davon muss es aber mal mehrere Filialen gegeben haben. Mir ist aufgefallen, dass das Essen dort sehr appetitlich aussieht und dass es auch reichlich Beilagen zum Nachkochen gibt. Deswegen habe ich für Euch außer einer tollen Rezeptur für eine Mehlierung, auch noch eine ganze Reihe Beilagen in diesem Beitrag verlinkt, cole slaw, Kartoffelpüree mit brauner Soße, amerikanischen Kartoffelsalat, und leckere butterige Brötchen. In der Summe ist das bislang mein schönste amerikanisch gelesenes Hähnchen*innengericht

Zutaten:
Butter rolls (anklicken)
Cole slaw (anklicken)
Amerikanischer Kartoffelsalat (anklicken)
Kartoffelpüree mit Gravy (anklicken)
Hähnchenteile:
1 Kilo Unterkeulen
2,5 Kilo Hähnchenkeulen mit Rückenstück
1 Kilo Mehl
4 Esslöffel Salz
3 Esslöffel Paprikapulver
2 Teelöffel Knoblauchpulver
3 Esslöffel Zwiebelpulver
1 Teelöffel Chiliflocken
1 Liter Milch, oder Buttermilch, oder Joghurt
2 Liter Rapsöl

Der Teig für die Brötchen, sie sich Butter rolls nennen, dauert durch die Wartezeit am längsten. Deswegen fange ich mit dem an.

Während der Teig knetet, kann man schon mit den Vorbereitungen für die braune Soße zum Kartoffelpüree starten, man kann die Vorbereitung aber auch auf ein paar Stunden strecken, so wie man Zeit hat. Ich lege gleich los, weil braune Soße wie der Name schon sagt, Zeit benötigt um diese Farbe zu bekommen, wenn man nicht mit Kosmetik arbeiten will.

Gemüse mit Mehl anrösten, aber das seht Ihr im hinterlegten Rezept

Soße unter Druck in zehn Minuten kochen

Die Zeit nutze ich, um schon mal mit dem cole slaw zu starten. Die Schnippelei dauert keine zehn Minuten und da ist sogar noch Zeit für die Mayonnaise.

Die besondere Errungenschaft dieses cole slaws ist die Feinheit, im Gegensatz zu anderen handelsüblichen Ausführungen

Nun werden die Kartoffeln für das Kartoffelpüree gekocht

Sechs Minuten unter Druck kochen und unbedingt beim verlinkten Rezept lesen

Die braune Soße für das Püree einkochen

Mayonnaise für den cole slaw und den amerikanischen Kartoffelsalat rühren. Dafür nehme ich meinen Esge Zauberstab, oder Ihr vielleicht einen einfach Pürierstab

Das dauert drei Minuten, wenn man sich die Zutaten noch aus dem Schrank holen muss.

So geht’s

Die erste Hälfte Maynonnaise landet im cole slaw

Ein paar Gewürze und verflüssigende Maßnahmen später, sieht der cole slaw so aus. Den ziehen wir noch auf eine schönere Schale um,

Kartoffeln für das Püree kochen noch

Soße kocht ein

Kartoffeln sind fertig für das Püree, dann könnt Ihr gleich die nächsten Kartoffeln für den Kartoffelsalat kochen

Soße kocht ein, falls ich das bislang nicht erwähnt habe

Kartoffeln in kaltes Wasser legen, damit ich die Schale gleich heiß abziehen kann, ohne mir die Finger zu verbrennen

Kartoffeln kommen in einen Kochtopf und werden zu Püree verarbeitet

Milch, Salz und Muskatnuss verstampfen

Der Teig für die Butter rolls ist nun aufgegangen und in Ermangelung von Erfahrungswerten lege ich die geformten Brötchen in eine zu große geölte Auflaufform. Wenn sie enger wäre, würde die Brötchen sich nach dem Aufgehen und beim Backen mehr berühren. Das ist aber nicht weiter schlimm und schmälert nicht den Genuss.

Teig erneut unter einem Leinentuch aufgehen lassen

Jetzt kümmere ich mich um die Mehlierung der Hähnchen
1 Kilo Mehl
4 Esslöffel Salz
3 Esslöffel Paprikapulver
2 Teelöffel Knoblauchpulver
3 Esslöffel Zwiebelpulver
1 Teelöffel Chiliflocken

Alles verrühren

Einen Liter Milch für den Zwischenschritt beim Mehlieren, das zeige ich Euch gleich

Ich fange mit den Unterkeulen an.

Die Unterkeulen werden im gewürzten Mehl gewälzt

Rapsöl in meiner 32 cm Pfanne erhitzen. Es ist wichtig, dass das Öl beim Frittieren 170 Grad hat.

Kartoffelpürre mit Deckel auf dem Herd warmhalten

Die Hähnchenkeulen zwischen Keule und Rückstück teilen

Hier geht es stramm auf die 170 Grad zu

Cole slaw in eine schönere Schale umziehen


Wenn das Öl bereit ist, also 170 Grad hat, vollenden wir die Mehlierung

Die einfach bemehlten Hähnchenteile kommen in die Milch

Durch das vorhandene Mehl, haftet die Milch besser

Und durch die Milch hält das Mehl auch noch besser am Huhn

So soll es aussehen und das machen wir jetzt mit dem ganzen Kilo Unterkeulen und werfen sie alle ins 170 Grad heiße Öl

Kerntemperatur des Huhns sollen 83 Grad sein. Bei Unterkeulen rechnet man 13-15 Minuten, bei größeren Stücken 17-18 Minuten


Hier ist die Gartzeit dann schon rum. Ich habe den Backofen auf 80 Grad eingestellt, um die Hähnchenteile gegen auskühlen zu schützen, während die nächsten beiden Ladungen in der Pfanne frittiert werden. Man könnte natürlich auch schon die erste Rutsche essen, während man auf Nachschub wartet. So ruht das Fleisch aber vor dem Verzehr im Ofen. Der Fleischsaft kann sich sammeln und alles wird viel saftiger.

Traumhafte 82 Grad Kerntemperatur bei Huhn. Das soll genau so sein.


Hähnchenteile kommen auf ein Rost und dann in den Ofen. Darunter ein Blech stellen, das eventuell abtropfendes Öl sammelt. Sehen die gut aus, oder sehen die gut aus?

Jetzt mehliere ich den Rest des Huhn in zwei Stufen, wie gehabt. Mehl, Milch und noch einmal Mehl.

Milch

Noch einmal ins Mehl und dann haftet mehr Mehl daran, aber beim ersten Mehlieren. Das Mehl ist großzügig gerechnet. Wenn Ihr mehr Zeit habt als ich, oder das an zwei Tagen serviert, dann könnte Ihr nach dem Muster wie der Huhn mehliert ist, auch rohe Kartoffelscheiben in dem Öl ausbacken die vorher so Mehl-Milch- Mehl mehlieren und dann knusprig ausbacken. Mache ich bestimmt noch einmal, aber habe ich hier jetzt nicht gemacht.

Wieder geht es ins 170 Grad heiße Öl.

Ich schulde Euch noch ein Foto meines sensationellen amerikanischen Kartoffelsalates

Der hat als Dressing Mayonnaise und Buttermilch und punktet bei mir besonders durch den runden Geschmack des Selleriesalzes und dem stimmigen Staudensellerie. Sowas leckeres hätte ich in Amerika gar nicht vermutet.

Hier nochmal in “schön”

Nun kann serviert werden. Das ist die Version mit mashed potatoes und gravy

Eine Kuhle ins Püree drücken und mit der richtig schmackhaften braunen Soße füllen.

Das macht zu den saftig-knusprigen Keulen einen richtig schlanken Fuß.

Jetzt noch ein bisschen cole slaw dazu und es fühlt sich nach kulinarischem Luxus an. Das könnte fast schon gesund sein.

Für mich ist das persönlich eine ziemliche Endstufe und ich habe noch nie so leckeres fried chicken gegessen. Die Haut ist toll, der Geschmack ist irre und es ist saftig und zart. Mehr geht gerade nicht.

Die butter rolls sind auch fertig

Die werden entweder mit zerlassener Butter, oder mit Öl bestrichen, damit sie soft bleiben

Ich habe nicht mitgezählt, aber ich habe für die ganze Chose keine 30 Euro an Material bezahlt. Bei KFC bezahlt man für ein paar schlecht gegarte Hähnchenteile, laffe Pommes und einen cole slaw, pro Menü über 15 Euro, also hätte man da knapp 100 Euro bezahlt

Die butter rolls sind echt zum Niederknien

Es werden immer noch Hähnchenteile im Ofen und die Familie isst, als wenn es kein Morgen gäbe.

Nun gibt es Keulen und Rückenstücke

Ein guter Tag in der Küche. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Himmlisch.
Ich nehme meistens Buttermilch und mische noch ein paar ungesüßte Cornflakes in das Mehl.
Mit Cornflakes habe ich keine guten Erfahrungen beim Panieren gemacht, weil ich finde dass sie leichter abfallen, als wenn man Paniermehl, oder Mehl verwendet. Außerdem ist da viel Scheiß drin und viel Zucker. Mir hat mal jemand gesagt, der bei Kellog’s gelernt hat, dass sie extra die Vitamine reingemacht hätten, weil man es sonst nicht als Lebensmittel hätte deklarieren können. Da weiß ich nicht, ob das stimmt, aber es kommt mir oft vor wie Bauschaum.
@ Guten Morgen Jörg,
wie Du sicher schon gemerkt hast,
ich schreibe immer wieder zu unchristlich frühen Zeiten…
Nun, liegt an meiner Position relativ zur Sonne…
Ich muss zu Cornflakes was sagen,
geht nicht anders!
Bei Kelloggs und so weiter,
also den hochverarbeiteten Flakes
hast Du auf jeden Fall recht.
(Zucker, nochmal Zucker, Salz, und “Vitamine”).
Ich vermute aber, Vivian hat
die einfachen Bio-Dinger oder
die ganz billigen von z.B. Aldi genommen.
Wenn man durch die Supermarktregale (egal welche Kette) geht,
dann findet man immer wieder Cornflakes, die nur Mais drin haben.
Na gut, ein bisschen Salz ist auch meist noch drin.
Das Zeug lässt sich prima zu glutenfreier
oder crunchy Panade verarbeiten.
Es haftet nicht so gut wie Mehl, ja, das stimmt,
weils eben kein klebriges Gluten drin hat.
Aber mit ein bisschen Ei oder Geduld
kann man(n) dem Mangel gut abhelfen.
Natürlich auch jeder PaniererIn anderer Orientierung 😉 .
Einfacher ist es, wenn man zur Corn-Panade
etwas Mehl zum Kleben dazu tut.
Und genau danach sah es bei Vivians Variante aus 🙂
Und nun noch ein Nachsatz:
Ich hab das Rezept mehr oder minder überlesen,
da es 1) Mehl als “Hauptbestandteil” hat,
2) in dieser Art mir schon bekannt ist (gewürzte Panade),
3) meine Fritteuse abgeschafft wurde
4) die Beilagen für mich nicht geeignet sind,
wobei das für Kinder der Himmel auf eEden sein kann.
Aber nun habe ich ja meinen Gast zuhause,
das neueste “must-have” des modernen Menschen.
Nach drehenden Grillspiessen (70iger)
und Fritteusen (auch diese Zeit),
Kaffeemaschinen-Orgien (2000ender bis heute)
und Joga-Zubehör (grade bei den Ketten aggressiv beworben)
sind es nun die Airfryer,
die den Menschen in der Küche das Gefühl geben,
nicht mehr ohne zu können.
Ich probiere das mal jetzt kombiniert.
Also als 1Mann-Variante.
Kurz in heissem Öl frittieren,
(einzeln, kleiner hoher Topf)
im Fryer eher bei 160 Grad fertigbraten,
und ganz zum Schluss nochmal Vollgas,
damit die Kruste kross wird.
Hier weiss ich nicht, obs nötig ist,
kann sein, dass der Fryer
das schon mit 160 schafft (kross sein).
Das Ziel der komplizierten Operation:
Öl wird besser mehrfach verwendbar
(nur sehr kurz gebraten, keine braunen Krümel)
Im Fryer läuft dann das überflüssige Fett wieder ab
und die Dinger werden trotzdem so
lecker und kross wie aus der Fritteuse.
Dazu gibt es grüne Salate, keine Kartoffeln.
Sonst kann man mich aus der Küche rollen…
Ich habe das mit fried Chicken letztens auch gemacht einmal rein im Backofen und dann mit und manchmal teilweise in der HLF gekrosst. War eher medium und ich weiß noch nicht, ob ich das zeigen werde. Vielleicht mache ich es auch noch einmal, um es zeigen zu wollen. Mehr als o.k war es nicht und Zeit gespart habe ich auch nicht. Am besten ist es einfach in Öl ausgebacken, oder eben kleinere Mengen und nicht 3 Kilo Fleisch zeitgleich
@Jörg: 3kg Fleisch ist bei mir nur noch für Parties angesagt.
Die Zeiten, wo ich sowas für ein Essen verbraucht habe,
sind eindeutig vorbei. Was waren das für Zeiten.
Irgendwie vermisse ich das eher..
auch wenn’s anstrengend war.
Du hast es probiert,
erst kurz frittieren,
dann Backofen / Fryer?
Die Panade wurde weich, oder?
Und genau das will ich nicht – bäh..
Ich hab die Erfahrung gemacht,
kross aus der Fritteuse,
ab in in den Backofen – bewirkt:
zuwenig Temperatur: es wird weich.
zuviel Temperatur: es wird staubtrocken.
Deswegen die Idee, es kurz frittieren,
damit die chemische Reaktion Panade-Fett passiert,
aber dann, im Fryer fertigmachen.
Aber nicht mit Fryen bei 185 Grad (mehr kann Dreame nicht),
sondern zuerst weniger (Fleisch wird gegart)
und dann mehr (Panade wird kross).
Ich denke, es ist ein bisschen Spielerei.
Für 6-12 Personen ist das fancy-Kram.
Ninja kann Max Crisp bei 240 Grad. Das ist dann normal nicht lange, oder für gefrorene Fertigsachen gedacht. Ich habe das Huhn erst im Ofen gehabt und danach in der Ninja und einen Teil exklusiv in der Ninja und das erst gegart auf Airfry und danach Maxcrisp. Ist aber aller nur fauler Zauber gegen frittieren im Öl
Manche nehmen Cornflakes auch als Belag für den Kuchen, zusammen mit Honig oder Schokolade funktioniert das. Ich versuche mich immer an das Krokant meiner Oma, wie sie es nannte: In der Pfanne kross gemachte Haferflocken mit Zucker.
Zu jeder Zeit gab es „unentbehrliche“ Küchenhelfer, etwa den Römertopf. Meine Eltern legten sich ein Fondue-Set zu, das galt als chic. Wer erinnert sich noch an die Werbung: „Zick, Zack, Zyliss“, dem Zwiebelhacker? Oder die fürchterlich-genialen Pril-Blumen.
Wo ich bereits nostalgisch bin – ich habe das komplette Service, mit Sauciere und Suppenschüsseln, welches meine Oma sich für die Kommunion des Onkels zulegte, um die Verwandten zu bewirten, etwa aus dem Jahre 1960. Es ist eierschalenfarben, schlicht mit Gold umrandet. Es steht im Keller im Karton, mein Mann möchte es weg haben, ich bringe es nicht über mich und hätte gern Platz dafür in der Wohnung. Dieses Porzellan darf nicht in die Spülmaschine, sonst ist das Dekor weg.
Meine Mutter hatte den Zyllis, aber ich kann mich nicht daran erinnen, dass sie den jemals benutzt hätte. Den habe ich noch beim Ausräumen meines Elternhauses in der Hand. Römertopf hatten meine Eltern nie. Da weiß ich nur, dass man den irgendwie wässern musste.
Meine Mutter schnitt die Zwiebel immer IN der Hand, ganz fein. Ich versuchte das auch, schnitt mich jedoch nur in die Hand. Dies Art roter Zwiebeln sind nicht vegan. 😉
Ja, der Römertopf mußte gewässert werden, trotzdem schmeckte das Essen daraus staubtrocken.
Die 1980er stehen auch für Teeorgien. In der Zeit verwendeten meine Eltern „Brita“ zum Entkalken. Die Kanne und der Filter haben mich mit der Zeit abgestoßen. Ich habe nun einen Destillator, ab und zu wird er noch verwendet. Eine Zeit lang bereitete ich unser Trinkwasser daraus.
Ein Teeservice hatten wir auch alle. Das gab es bei Nanu Nana. Lieblingstees Vanilletee, Erdbeertee und viel Kandis.
@Esther, da bringst Du Erinnerungen 🙂
Das damas hippe Zeug gabs in den 80igern
dann am Flohmarkt, grösstenteils ungenutzt.
Diese Zyliss-Hacker, was waren das für Zeiten.
4 Kinder hacken fröhlich mit je einem eigenen Zyliss.
Warum? Am Flohmarkt für ne Mark das Stück geschossen.
Die Kids wollten gar nicht mehr aufhören damit.
Die roten Zwiebeln mit
Eiweiss-Beilage kenne ich auch,
muss grade so lachen…
Knusper-Haferflocken, auch das: Erinnerungen.
Meine Kids liebten es, ich hasse es bis heute.
Pfannenweise zum Frühstück, phasenweise.
Fondue-Set und Römertopf:
Klassische Flohmarktware.
Teuer gekauft und billig verscherbelt.
Fondue stank zu sehr, Römertopf war zu komplex.
Das ging beim Wässern los und
hörte beim unsachgemäßen Anwenden auf…
Der 80iger-Tee, oh ja.
Stark aromatisiert und viel Zucker.
Das sind Erinnerungen an die ersten Dates…
Fondue mochte ich nie, weil man da immer nur Happen bekommen hat und der Rest Wartezeit war. Deswegen mag ich auch kein Raclette