Rippen vom bunten Bentheimer Schwein

Ich habe noch Rippen vom bunten Bentheimer Schwein von Kalieber im Gefrierfach gefunden. Die könnt Ihr natürlich jeden Tag neu bestellen, aber bei mir wurde es einfach mal Zeit damit etwas anzustellen.  Das bunte Bentheimer Schwein ist eine alte Rasse, die schon fast ausgestorben war, weil sie nicht den modernen Zuchtmaßstäben genügt und die nun eine Renaissance feiert, weil Fleisch bei Kennern nun nicht mehr nur mager sein muss, sondern vor allem schmecken soll. Überflüssig zu erwähnen, dass es die besten Rippen sind, die ich jemals gegessen habe.  Unglaublich zartes Fleisch.
Zutaten für 2 Personen, oder vier schlechte Esser:

1,5 Kilo Rippen gerne vom bunten Bentheimer Schwein
1 bis 2 Esslöffel Dulce de leche (anklicken)
2 Esslöffel Tabasco (anklicken)
Salz
Pfeffer
400 Milliliter Brühe selbst gemacht (anklicken)
3 Esslöffel Sojasoße
2 Esslöffel Erdnussöl
2 Bögen Backpapier
Heftklammern
2 Esslöffel Speisestärke in Wasser aufgelöst

Das Kalieberfleisch beim Auftauen.
Nun wird es mariniert.
Das ist Dulce de leche. Eigentlich füllt man damit Kuchen, oder kippt es über Eis, aber zum Marinieren von Grillfleisch kommt die auch gerade recht.
Das ist eingekochte, gesüßte Kondensmilch, die einen schönen Karamellgeschmack hat.
Hier habe ich eine scharfe Chinasoße, die habe ich extra für meinen fünfjährigen Sohn geholt, weil der mir immer erzählt, dass er zu allem eine scharfe Soße haben will. Meistens landen wir am Ende bei meinem Tabasco und dafür habe ich Euch auch oben den link gesetzt.
Für ne gekaufte Chinesensoße habe ich kein Rezept, deswegen habe ich meinen eigenen roten Tabasco verlinkt.
Noch ein bisschen Erdnussöl, damit die Marinade besser fließt.
Marinade auf dem Fleisch verteilen.
Sojasoße für den Salzgehalt

Gerne über Nacht einziehen lassen, wenn man Zeit hat.
Wer nicht warten kann, schmeckt hinterher trotzdem was.
Rippen auf Backpapier ablegen
Backpapier so hochfalten, dass kein Fleischsaft aus dem Paket auslaufen kann.
Pakete oben mit Heftklammern gegen Öffnen sichern.

Das Fleisch wird in den auf 200 Grad beheizten Ofen gelegt.  Bei meinem Gasofen ist das zwischen Stufe 5 und 6 und ich habe nur Unterhitze.
Nach zwei Stunden kommt das Fleisch wieder aus dem Ofen.
Das Fleisch ist super zart und duftet wie verrückt.
Ich brauchte irgendwie noch mehr Soße und hätte gerne weniger Fett am Fleisch
Deswegen habe ich das Fleisch auf kleinster Flamme auf der großen Herdplatte in die Pfanne gelegt und noch ein bisschen Fett ausgebraten
15 Minuten pro Seite. Das kann bei Euch schon ganz anders aussehen, wenn Ihr mit Ober- und Unterhitze im Ofen arbeiten. Bei mir ist es nun mal wie es ist.
Danach kommt das Fleisch bei 80 Grad zum Halten der Temperatur in den Ofen.
Wir machen nämlich noch eine Soße und ein paar Beilagen.
Brühe in die Pfanne gießen, in der wie Rippen ausgebraten haben
Brühe in der Pfanne aufkochen
Speisestärke mit Wasser auflösen
Die Soße in der Pfanne damit abbinden.
Die Soße über die Rippen im Ofen geben.
Die könnte man bei niedriger Temperatur noch ein paar Stunden so lagern, oder in dem Moment servieren, wenn die Beilagen fertig sind.
Bei mir gibt es dazu Ananas mit Bacon umwickelt und Reis.
Die Rippen sehen auch echt toll aus.
Ananas und Reis auf dem Teller anrichten.
Rippen entlang der Knochen zerteilen. Meine Frau war nicht anwesend und das anwesende Kindervolk hätte sich mit den Rippen beim Essen mit Messer und Gabel sehr schwer getan und dann angefangen nach Problemen zu suchen, wo keine sind. Deswegen habe ich es vorgeschnitten.
Noch ein paar Tropfen der Soße darüber geben und dann hat man extrem urwüchsigen und ursprünglichen Genuss auf dem Teller.
Total zarte Rippen vom bunten Bentheimer Schwein, sehr würzig mit scharfer Soße und Dulce de leche mariniert, über Stunden butterzart in Backpapier gegart.
Ananas und Reis passen gut dazu und sind so ungewöhnlich wie der Rest.
Das ist richtiges Bildungsprogramm für alle am Tisch.
Ganz groß, sollte man unbedingt mal gemacht haben.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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