Nudeln mit Tomatensoße alla Emma

Madame (10) hat sich in der Bücherei wieder ein Findus und Pettersson Kochbuch ausgeliehen. Darin schmökert sie jetzt ausgiebig und wenn irgendwas genehm ist, dann markiert sie die Rezepte und sagt “Paaaaaaaaapa, das wollen wir zusammen kochen”. Soll mir recht sein, weil alles was die Kinder selbst kochen, wird weit weniger kritisch begutachtet, als wenn man das als Erwachsener macht.
Zutaten:

300 Gramm Champignons
2 Dosen Tomaten á 400 Gramm
500 Gramm Penne
2 Esslöffel Salz für das Kochwasser
1 Teelöffel Salz für die Soße
1 Teelöffel Pfeffer für die Soße
1 Esslöffel Zucker (optional)
4 Zweige Basilikum
1 Schuss Rapsöl
Optional Reibekäse

Pilze sind ja eigentlich ekelig, aber fühlen sich gar nicht so schlecht an, wenn man sie schneidet. Das gute Edition 7 von diePfanne.com, haben wir vor der Benutzung extra noch einmal geschliffen, damit es sauber und leicht schneidet.
Frau Heilemann referiert über kochen und schneidet Champignons
Willst Du nicht mal? Nö, Dein Rezept!

Wasser mit 2 Esslöffeln Salz zum Kochen bringen.
Auf dem Schneidebrett geht es gut voran
Die Soße soll immer auf die Nudeln warten, deswegen kochen wir die jetzt schnell.
Eine Pfütze Öl für die Pfanne.
Öl in der Pfanne verteilen
Wenn die Pfanne heiß ist, kommen die Champignons in die Pfanne.
Erstmal volle Pulle  auf dem Herd anbraten lassen.
Das Wasser muss raus, damit die Pilze besser schmecken und sich nicht wie Gummi im Mund anfühlen.
Schon mal Basilikum abzupfen, damit die Soße später schön frisch ist.  Die schönsten Blätter werden aussortiert, damit man sie als ganz Blätter auf die Nudeln streuen kann, die Stiele und nicht so erstklassigen Blätter werden mit dem Messer gehackt.
Schön zu sehen, wie der Pfanneninhalt immer weniger wird, in dem Maße wie die Pilze Wasser verlieren.
Emma übernimmt auch das Fotografieren, wenn sie nicht gerade am Herd steht. Ohne zu übertreiben, macht sie das deutlich besser als ich und hat auch ein viel besseres Auge für das Motiv, aber seht selbst.
Wasser kocht
Penne für 8 bis 9 Minuten in kochendem Wasser garen.
Pilze bekommen nun schon Farbe
Pilze in der Pfanne, Nudeln im Topf.
Basilikum wird nun verlesen.
Oben links die subjektiv schönen Blätter, rechts wird mit Wiegemessertechnik gehackt.
Pilze haben nun eine schöne Farbe
Zwei Dosen italienische Tomaten aus China.
Die kommen nun zu den Pilzen
Dose Nummer eins.
Beide Dosen in der Pfanne. Runter mit der Temperatur, wenn die Tomaten zu sehr spritzen. Wenn die Soße zu dick wird, ein paar Spritzer Rotwein äh Wasser dazu geben, um sie zu verflüssigen.
Einen Teelöffel Salz für den Geschmack
Selbe Menge Pfeffer aus der Mühle.

Einkochen lassen, bis die Nudeln gar sind, auf 25 % Leistung reduzieren lassen.
Das ist optional und Findus und Pettersson machen das nicht, aber wir schon auf Rat eines nicht genannten Vaters. Einen Esslöffel Zucker einstreuen, weil das zu Tomaten einfach so sein muss.
Alles verrühren.
Schon bimmelt der Timer. Papa, kannst Du die Nudeln abkippen? Ist das mein Rezept, oder Dein Rezept?
Nudeln in ein Sieb abkippen.
Ich habe gedacht, das kann man einmal richtig lernen, dann weiß man es für alle Zeiten. An beiden Seiten sind Handtücher an den Griffen, damit es nicht so heiß ist.
Nudeln wurden unfallfrei umgekippt und kommen nun wieder zurück in den Topf.
Deckel drauf, damit nichts auskühlt.
Gehackten Basilikum in die Soße streuen.
Nun kann serviert werden.
Und jetzt mal die Fotoästhetik beachten. Sieht bei mir an keinem anderen Tag so gut aus, als wenn die Emsebremse das macht.
Dekorieren durfte ich aber noch.
Soße drauf, Grünkraut drauf.
Mit Reibekäse bereiben.
Basilikumblätter
Logo, jetzt wollt Ihr wissen wie das schmeckt, oder? Sollte jeder mal gekocht haben. Mit Kindern, ohne Kinder, einfach um mal zu sehen, was man schönes bekommt, wenn man gar nicht viel anstellt, sondern sich bei dem bisschen nur mal Mühe gibt.  Wir kochen Euch auf jeden Fall noch mehr kindgerechtes Zeug aus dem Buch, versprochen. Das schmeckt auch Erwachsenen.
Da ist nix drin. Keine Zwiebeln, kein Knoblauch, kein kein. Da ist Platz für so viel Individualität, aber die ganzen Plastiknägeltussen, behaupten immer, ich brauche ne Tüte, weil ne Soße bekomme ich nicht hin? Gimme a break! Das ist so einfach wie das ABC, oder der Zahlenraum von 1 bis 10. Ohne DAS zu können, kann man auch nix anderes kochen.  Soooo suuuupieee lecker und soooo einfach. Kann man jeden Tag machen, egal was vorher war.

Meine anderen drei Kinder inhalieren das Zeug stumpf weg und feiern Ihre älteste Schwester richtig hart, auch wenn da z.B Pilze drin sind, bei denen die meisten Kinder immer erstmal skeptisch sind. Ich habe Tränen in den Augen vor Stolz ;-).

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

8 Kommentare

  • Jessica

    Sehr nette Geschichte! Und Frau Heilemann ist ganz der Vater!
    Ich frage mich, ob ich das irgendwie reproduzieren kann, aber meine Kinder sind schon aus dem Petersson-und-Findus-Alter raus und mögen immer noch keine Pilze. Irgendwas hab ich falsch gemacht…
    Viele Grüße
    Jessica

  • kochaddict

    vllt sollte in Zukunft -wenn du kochst- deine Tochter die Bilder machen 🙂

  • Moni

    Frau Heinemann ist kleiner. 😉

    Danke für die vielen Anregungen.

  • Robin Steiner

    Einfach nur super! Eine der besten Seiten, die mir im Internet seit BTX (solange bin ich online unterwegs) in den Browser gekommen ist. Habe bis jetzt nur einen Bruchteil durch, nicht weil ich so langsam bin, sondern weil ich mich jedesmal freue, wenn ich die Seite aufrufe und eine themenorientierte und so erfrischende “Dokumentation” geniessen kann. Vielen Dank dafür!

    • vielen lieben dank für die warmen worte ;-). das lese ich natürlich gerne und da macht es gleich doppelt so viel spaß immer weiter zu schreiben. ich wünsche weiterhin viel spaß beim mitlesen.
      gruß
      jörg

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