Birnenchutney – Chutney aus Birnen

Ich verarbeite gerade noch einen großen Korb Birnen, die ich von meinem Arbeitskollegen Mario bekommen habe. Ketchup habe ich daraus gekocht und eine Birnenmarmelade und ich probiere im Moment verschiedene Möglichkeiten aus, den Ernteschatz gleich weiter zu verwenden. Chutney kennt man vor allem aus Indien und dort wird es als süß-sauer-scharfe Beilage wie Ketchup gereicht. Chutney hat eine leicht zu erlernende und immer wieder neu zu verwendende Choreo aus Süße, Säure, Frucht, Gemüse und Gewürzen.

Zutaten:

5 Birnen
1 Gemüsezwiebel
1 Peperoni
1 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Zucker
1/2 Teelöffel Pfeffer
50 Milliliter Essig
100 Milliliter trockenen Weißwein
2 Lorbeerblätter
3 Wacholderbeeren

Ein Topf, in diesem Fall mein guter von Carote

Essig abmessen, trockenen Weißwein abmessen.

Essig und Wein in den Topf gießen

Salz

1 Peperoni, bei der Schärfe kann man nach eigenem Geschmack variabel sein. Die hier ist eher mittelscharf.

Lorbeerblätter und Wacholderbeeren.

Weil ich am Ende nicht pürieren möchte, schäle ich die Birnen

Danach die Birnen halbieren

Vierteln

Kerngehäuse ausschneiden

Birnenviertel weiter zerkleinern.

Birnenstücke in den Topf geben.

Topf auf Vollgas erhitzen und einen Deckel auflegen

Währenddessen schälen wir die Gemüsezwiebel

Zwiebel halbieren

Erst in Ringe schneiden

Danach Würfel daraus schneiden.

Würfel nun in den Topf geben

2 Esslöffel Zucker, das ist der Ausgleich zu den 50 Millilitern Essig.

Pfeffer aus der Mühle

Mit Deckel eine halbe Stunde auf kleinster Platte, bei kleinster Flamme köcheln lassen, danach noch 15 Minuten offen die Flüssigkeit reduzieren

Schon fertig. Schmeckt noch mal eben ab, ob Euch Salz, Schärfe, Süße, oder Säure reichen? Bei mir was alles chic, aber ich mache das ja schon ein bisschen länger.

Heiß abfüllen und sofort den Deckel verdrehen. Dann zieht das Glas ein Vakuum. Wer es handwerklich richtig konservieren möchte, stellt das verschlossene Glas noch eine halbe Stunde bei 130 Grad in den Ofen, dann hält es bis zur nächsten Eiszeit. Nach dem Öffnen muss es natürlich in den Kühlschrank und hält dort durch Schärfe und Säure ewig und drei Tage

Das passt perfekt zu indischer Küche, asiatischer Küche, zu Käse, zu Kartoffelgerichten, zum Grillen.

Schöner als aus frischen Zutaten selbst gemacht, gibt es das nirgendwo. Das ist auch ein tolles Mitbringsel, oder vielleicht sogar schon jetzt für Weihnachten zu konservieren. Besser als Socken und Krawatten ist es auf jeden Fall. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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4 Kommentare

  • Manuela Reiter

    Hi Jörg, klingt mega. Probier ich doch glatt aus. Danke und liebe Grüße, Manuela Reiter (Maly steht in Facebook kann ich nicht ändern)

  • Angelika

    Hallo Jörg , ich lese schon lange hier mit und jedesmal läuft mir dabei das Wasser im Mund zusammen . Tolle Ideen , ein paar Rezepte hab ich auch schon nachgekocht . Ich habe heuer massenhaft Kiwis geerntet – da könnte ich einen (kleinen) Teil doch für Chutney oder auch Senf verwenden , oder ? Gibt es auch Obstsorten , die sich rein gar nicht dafür eignen?
    Schönen Abend noch und danke schon mal !

    • Hallo Angelika, bei Kiwi muss man immer ein bisschen aufpassen, weil die viel Säure hat und wenn Milch im Spiel ist, dann bekommt die schnell einen stumpfen Geschmack. Das ist aber auch bei Ananas, usw der Fall. Das umgehe ich dann indem ich die Frucht vorher schon einkoche mit Zucker, oder so wie bei Chutney wird sowieso alles gekocht. ich kenne keine frucht mit der man nichts machen kann. man muss sie nur dementsprechend behandeln. bei senf würde ich auch den umweg über eine kiwikonfitüre gehen. muss ja nicht zu süß sein.

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