Der gleiche Herr, der nächste Bun

Buns, nennen sich in Fachkreisen die Brötchen für Burger, oder Hotdogs. Die sind so wie Brioche, oder Milchbrötchen, oder Toast. Immer eine Spur süßer und softer, als rustikale Brötchen und auch außen nicht so hart. Faulpelze und Nixkönner zeichnen sich für gewöhnlich dadurch aus, dass sie wortreich erklären, warum sie keine selbst gebackenen Brötchen nehmen. Keine Zeit meint eigentlich immer, ich weiß nicht wie es geht. Ich war zu faul kann eigentlich nicht sein, weil wenn man weiß wie es geht und den Unterschied kennt, will man keine gekauften Buns mehr. Mittlerweile gibt es aber zur Ehrenrettung des Handels auch bessere Buns, die nicht mehr so bröselig sind und in Richtung Brioche gehen. Die kann man verwenden, wenn man vom Burgerwunsch übermannt wird und echt keine Zeit hat, aber das zeigt man dann keinem im Internet, oder schreibt dazu, dass man weiß dass das gar nicht geht und man bei nächster Gelegenheit wieder selbst welche backt. Offensivverteidigung alla, die gekauften schmecken besser, oder so gut wie selbst gemacht, weisen nur darauf hin, dass man selbst zu faul und / oder zu dumm dafür ist. Gekauft ist nie besser als selbst gemacht, nur schneller!

Zutaten 10 – 12 Buns:

550 Gramm Weizenmehl
50 Gramm Grieß
300 Milliliter Milch
150 Milliliter Wasser
50 Milliliter Rapsöl
1 Ei
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Zucker
7 Gramm Trockenhefe
Mehl zum Arbeiten

Zum Bestreichen:

1 Eigelb
1 Schuss Milch
1 Prise Salz
Sesam

Jedes Mal wenn es bei mir Burger gibt, habe ich Lust auf neue Buns und ein neues Rezept. Ich probiere immer etwas Neues und ich habe keine Favoriten, außer dass sie frisch sein sollen. Wenn Ihr nur den Burgerauflauf machen wollt, könnt Ihr die halbe Menge nehmen. Ich habe mit dieser Menge den Boden und Deckel mit 28 cm Durchmesser gebacken und 10 kleine Brötchen für eine Currywurstpfanne. Ich wiege das Mehl ab und ebenfalls Gries. Kann Weizengrieß, oder wie bei mir Maisgrieß sein.

Milch lauwarm erwärmen, circa 35 Grad

Die 150 Milliliter Wasser gebe ich auch noch zur Milch

Öl abmessen und zum Mehl geben

Ein Ei aufschlagen

Hefe. Ich nehme sonst immer frische und kam früher nie mit der trockenen Hefe klar. Mittlerweile habe ich damit aber Übung und es klappt so gut, wie mit der frischen Hefe. Frische Hefe gibt aber ein luftigeres Ergebnis. Trockenhefe backt für mein Dafürhalten irgendwie keksiger. Ich weiß nicht was besser ist, vieles ist sicherlich Geschmackssache. Probiert halt beides aus. Im Moment bin ich gerade in so einer Trockenhefephase, weil ich vorher zu doof dafür war. Ich nehme die 7 Gramm, aber 3,5 würden auch reichen.

1 Teelöffel Meersalz

1 Esslöffel Zucker

Bei der Milch (und Wasser) aufpassen, dass sie nicht über 35 warm wird.

Milch-Wassergemisch in die Schüssel füllen

35 Grad erkennt man daran, dass es nicht an den Fingern als zu heiß empfunden wird. Wenn es wärmer als Körpertemperatur wird, tötet es die Hefe.

Alles sauber miteinander verrühren und verkneten. Ich benutze Löffel und Hände, Ihr könnte eine Maschine, oder einen Handrührer mit Knethaken verwenden.

Teig abgedeckt mindestens eine Stunde ruhen lassen

An einem warmen Ort abstellen, z.B. in der Nähe der Heizung

So sieht der Teig nach zwei Stunden aus. Wir waren noch mit den Kindern im Schnee.

Mehl zum Arbeiten auf ein Brett geben. Das ist nun der Boden für den Hamburger- / Cheeseburgerauflauf. Wenn Ihr nur Brötchen für Burger machen wollt, dann formt Ihr stattdessen kleine Brötchen, um die 100 Gramm Einzelgewicht.

Teig auf das Mehl geben, damit er nicht am Brett festklebt.

Mit dem Nudelholz ausrollen

Teigboden in eine Backform geben. Ich habe eine Springform verwendet, weil man den Rand hinterher entfernen und den “Auflauf” dann besser vom Blech heben kann.

Nächsten Teigklecks als Deckel ausrollen

Die Füllung zeige ich Euch in einem separaten Beitrag, aber Ihr könnt unter dem Bunteig alles verschwinden lassen, was Ihr wollt. Bei mit waren es halt Hamburger / Cheeseburger.

Deckel drauf

Ein Eigelb

Ein Schuss Milch und eine Prise Salz

Verrühren und mit dem Pinsel verstreichen

Mit Sesam bestreuen

Besonders gut wird das Resultat, wenn der Teig jetzt erneut eine, oder zwei Stunden ruhen kann. Eine halbe sollte es aber schon sein, wir sind ja nicht auf der Flucht.

Hier sind meine kleinen Brötchen auf Backpapier. Die habe ich 18 Minuten bei 200 Grad Umluft im Ofen gebacken. Die Farbe gefällt mir, aber Ihr könnt auch 15 oder 16 Minuten nehmen.

Mich schreien immer alle möglichen Unkundigen im Netz an, wenn ich behaupte, dass man sehen kann, wie irgendwas schmeckt. Da die es nicht können, halten sie das natürlich für “Schwachsinn” und beschimpfen mich dergleichen

Selbst einem totalen Kochbratzen sollte der Unterschied zwischen diesem Brötchen und dem 0815 Presspappenbrötchen auffallen, das ALLE verwenden, die doofe Plasteburger als “selbst gemacht” feiern, bei denen die einzige frische Zutat das Salatblatt und vielleicht noch die Tomatenscheibe sind.

Noch schlimmer sind natürlich die Vögel, die sich fertige Burger im Supermarkt aus der Kühlung kaufen, oder den Verzehr von Mc Donald’s, oder Burger King in der Rubrik sich etwas gönnen verorten. Vielleicht kennt Ihr selbst noch das Gefühl aus der Schule, wenn man irgendwas wusste und man den Arm oben hatte, aber der Lehrer wollte einen nicht rannehmen?

Der Hamburger / Cheeseburgerauflauf war für 25 Minuten bei 200 Grad Umluft auf der mittleren Schiene im Ofen. Je nach Ofen können das auch nur 20 bei Euch sein. Deswegen lieber die Uhr auf 20 stellen und notfalls 5 Minuten nachbacken, bis zur Wunschbräune.

Zeitgleich kommt für alle, die keinen Burger wollen, noch eine leckere Currywurstpfanne mit Krakauer auf den Tisch. Dazu gibt es die kleinen Buns. (Rezept kommt natürlich)

Anschnitt

Bämm, Cheeseburgerauflauf, mit selbst gemachtem Ketchup, gutem Cheddar, einer halben Tonne Gemüsezwiebeln, saurer Gurke. Rezept kommt auch dafür.

Viel Spaß beim Nachbacken

2 Kommentare

  • Tanja

    Ich bestreiche die Buns nach dem Backen gerne mit Butter, dann werden sie schön weich von außen.
    Was du vielleicht auch Mal testen kannst: Kartoffel-Buns. Find ich in Kombination mit zb Camembert, Preiselbeeren und Walnüssen als Burger mega lecker ;).

    Alles Liebe
    Tanja

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