Brot aus einem Kilo Mehlmix

Brot selbst zu backen hat komischerweise dann besonders viel Konjunktur, wenn die Zeiten unsicher sind. Nun ist es gerade wieder mal so, wie zum Anfang von Corona, aber jetzt ist es gerade eine unheilige Kombination aus Corona plus Kriegsangst wegen der Ukraine. Lustigerweise raffen nur solche Vollspaten die Zutaten wie Mehl, Hefe, usw zusammen, die sich sonst nur Brot kaufen und auch nie irgendwas selbst backen. Die klauben nur alles zusammen, damit es kein anderer hat und werden Ihre Beute irgendwann mal entsorgen, weil es bei ihnen im Keller, oder im Regal so alt geworden ist, dass sie sich dann an das auf der Tüte gedruckte Ablaufdatum halten und es deswegen nicht mehr benutzen werden. Schlimm finde ich auch, wie manche Leute aus der Knappheit Profit schlagen und das Öl, Mehl, Senfmehl, die Liste wird immer länger, zu Wucherpreisen bei Ebay anbieten. Das Rezept habt Ihr meiner Frau zu verdanken. Die hat Frühjahrsputz gemacht und mir alle geöffneten Mehltüten in die Hand gedrückt, mit der Bitte die Mehlreste zu verbacken, damit mehr Platz im Küchenregal entsteht.

Zutaten:

200 Gramm Roggen
300 Gramm Dinkel
500 Gramm Weizenmehl
3 Teelöffel Salz
1 Würfel Hefe 42 Gramm
800 Milliliter Wasser

Verschiedene Mehlsorten abwiegen und in eine Rührschüssel geben.

800 Milliliter Wasser

Salz

Weil das Brot ein schnelles Projekt und kein über Tage und Wochen gepflegter Sauerteig wird, brauchen wir ein schnelles Backtriebmittel. Ich nehme Hefe, einen ganzen Würfel, weil wir das Ernst meinen.

Ich habe immer noch das meiste meines großes Hefefanges in der Truhe lagern. 1 Kilo Hefe vom Preisgewitter, für 5 Cent. Klappt trotzdem super, wenn die Hefe wieder aufgetaut wird. Die Pros posen natürlich lieber mit Sauerteig, oder wenig Hefe, aber besser als ein Brot aus dem Supermarkt ist unseres hier immer. Ich habe das nicht so zum Thema gemacht, aber das Mehl ist Bio. Kann man machen, wenn nicht fällt man auch nicht sofort tot um.

Hefe ins Wasser geben.

Knethaken ansetzen

Kneten bis sich die Hefe aufgelöst und der Teig sich gut verbunden hat.

Teig 20 Minuten kneten, danach zwei Stunden ruhenlassen.

Abgedeckt stehenlassen.

Das ist mein Emailletopf von Carote. Der ist total super zum Brotbacken.

Mit Öl ausreiben

Zum Auswischen nehme ich ein Papiertuch

Der Teig ist sehr gut aufgegangen

Man kann Brot auf verschiedene Arten weiter verarbeiten, mit kneten und falten usw. Ich mache das bei anderer Gelegenheit, aber hier ist es mal ganz simpel für alle Leute, die sonst kein Brot backen und nur Mehl horten.

Teig aus Knetschüssel in den Topf umkippen

Wieder eine Stunde aufgehen lassen mit Deckel

Eine Schale Wasser unten in den Backofen stellen

Backofen auf 275 Grad aufheizen und dann den Topf mit Deckel für 30 Minuten in den Ofen stellen

Nach einer halben Stunde kommt das Brot aus dem Ofen, den stellt Ihr jetzt auf 220 Grad runter.

Brot mit Wasser bestreichen und für weitere 30 Minuten in den Backofen stellen.

Hier kommt das Brot schon wieder aus dem Ofen. Das war jetzt insgesamt eine Stunde im Ofen

Brot abkühlen lassen und anschließend mit einem stumpfen Messer am Rand entlang gehen, damit sich das Brot gut löst. Das klappt ohnehin gut, wegen das Öls an den Wänden des Topfes.

Nun noch schnell anschneiden

Schöne feste Kruste und eine zarte Krume, geschmacklich dezent gesalzen.

Gleich lauwarm mit Butter ist es ein Traum, aber zu Schinken, Wurst, Käse, mit Frischkäse ist es richtig lecker. Wir hatten es auch als Beilage zu Nudeln und Salat. Ein klassisches Brot für jeden Tag. Hält sich auch locker drei bis vier Tage.

Eine total sinnvolle Verwendung der Mehlvorräte , sehr einfach und jeder kann es.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.