Hamburger – komplett frisch vom Bun bis zu den Soßen

Jahrelang wollten meine Kinder bei Mc Donald’s immer nur das Happy Meal mit Nuggets haben. Hamburger wollten sie nie essen, auch nicht zuhause selbst gemacht. Mc Doof gibt es bei uns aber immer nur, wenn wir auf Reisen sind. Entweder fahre ich mit den Kindern zu meiner Mutter nach Bremen, oder meine Frau fährt in den Urlaub. Kurz gesagt es ist überschaubar, wann wir mal dort einkehren. Letztens hat mich meine jüngste Tochter bei Mc Donald’s aufgefordert, ihr auch einen Burger zusätzlich zu kaufen und meine beiden größeren Töchter erzählten mir, dass sie immer zusammen “shoppen” gehen und sich dann einen Hamburger (für einen Euro) teilen. Da wusste ich, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um noch einmal mit den Kindern den komplett frischen und selbst gemachten Hamburger zu testen, damit das Kaufprodukt nicht deren Referenz wird.

Zutaten:

1 Kilo Rinderhack
Salz
Pfeffer
1/2 Eisbergsalat
1 rote Zwiebel
1 mittelgroße Tomate
1/4 Salatgurke
Burgerbuns mit Briocheteig (anklicken)
Ketchup mit Preiselbeeren (anklicken)
Senf mit gerösteten Zwiebeln (anklicken)
Mayonnaise (anklicken)


Briocheteig ist ein echter Mercedes unter den Teigarten. Nicht schwer zu machen, aber mit vielen Eidottern und auch nicht weniger Butter. Den Teig kann man schon am Vorabend machen. Man könnte die Buns auch schon vorbacken und sogar einfrieren, um immer welche zu haben. Wie Ihr das macht ist egal, so lange die Lösung nicht das schimpansenartige Stapeln von Fertigzeug bedeutet.

Ketchup mit Preiselbeeren ist der Saison geschuldet. Im Mai wäre es mit Erbeeren, oder mit Rhabarber. Das ist ja das Schöne, wenn man selbst kocht und nicht nur konsumiert.

Senf mit gerösteten Perlzwiebeln
In drei Minuten eine Mayonnaise selbst rühren.


Pommes frites doppelt frittieren. Die erste Runde könnte man auch schon einen Tag vorher machen, wenn man vorarbeiten will. Das spart Zeit am nächsten Tag.


Das Rinderhack verkneten


Fleisch in Patties zerteilen und ausformen
Die Burgerbuns werfe ich noch einmal in den Toaster, den meine Brut leider zu hoch zum Frühstück eingestellt hatte. Habe ich erst auf den Fotos so richtig gesehen, dass sie mir selbst subjektiv zu dunkel wären, aber nachdem der erste im Kasten war, musste ich Gas geben, damit jeder einen abkriegte..
Aufschneiden
Die Burgerpatties trocken bei voller Pulle, auf der größten Platte zwei Minuten pro Seite braten und anschließend im auf 80 Grad erwärmten Backofen zwischenlagern. Die sollen nur warm bleiben, nicht mehr nachgaren.
Tomaten in dünne Scheiben schneiden, rote Zwiebel in Ringe schneiden, Salatgurke in Scheiben schneiden
Brötchen kommen aus dem Toaster und ich lasse das Quartett am Herd antreten, damit ich zeigen kann was maximal auf den Burger kommt. Danach kann dann jeder sagen, wie “mit ohne” der persönliche Burger sein soll. Der eine stirbt ja sofort von Senf, während die nächste von roten Zwiebeln kollabiert.
Mit Mayonnaise bestreichen
Salatblatt auflegen
Burgerpatty darüber platzieren, Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen
Senf mit gerösteten Perlzwiebeln
Tomatenscheibe und Gurkenscheiben, mit roten Zwiebelringen.
Ein Schlag Ketchup mit Preiselbeeren.
Deckel drauf und genießen.
Das ist wirklich irre was man selbst machen kann und welchen Unterschied man im Mund spürt, wenn man nicht zur Fertigpampe greift. Die Haptik ist toll und der Geschmack immer wieder einmalig.
Da muss einem auch keiner Faulpelzereien erzählen, was man alles schönes kaufen kann. So gut bekommt man es nirgendwo für Geld. Nicht für 10 Euro, nicht für 15 Euro pro Stück.  Wenn die Soßen nicht selbst gemacht sind und die Brötchen nicht selbst gebacken sind, ist es nie mehr als die mittlere Beamtenlaufbahn auf dem Teller.
Meine Kinder gehen mir jetzt jeden zweiten Abend auf die Ketten, ob ich nicht sofort mal Hamburger machen könnte, aber dafür hat es sich gelohnt, denn schließlich steckt da mehr Action drin, als die meisten Leute für ihr Weihnachtsessen aufwenden. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • kochaddict

    siehste..kannste ja doch gegen MCDoof bei den Kids auftrumpfen..übrigens kann ich dir echt empfehlen, kauf dir so ne Burgerpresse, damit gehts einfacher, sieht auch noch besser aus 🙂 und kleiner Tipp…ich friere die Patties immer vor dem Braten etwas an, so bleiben sie stabiler 🙂

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