Kohlrabigemüse

Köstlichkeiten aus der Küche von 1976, heißt meine derzeitige Inspiration. Ich finde das interessant zu sehen, wie damals gekocht wurde und es macht Spaß, das Gute zu übernehmen und das Überholte besser zu machen, oder weg zu lassen. Garpunkte bei Gemüse sind so ein Punkt. Meine Oma, konnte alles eine Stunde lang auf dem Herd quälen, von Nudeln, über Salzkartoffeln, oder auch Gemüse war das der Satz, bevor es auf den Tisch kam. Das fällt jetzt nicht in die Rubrik, über Tote nix Schlechtes zu sagen, weil ich ihr das schon zu Lebzeiten gesagt habe. Meine Mutter kochte sowas dann in der halben Zeit, aber immer noch viel zu lange und ich saß dann für Jahrzehnte auf meinem Wissen, was mir alles nicht schmeckt und ich habe erst im Rahmen meines Blogs Wege gefunden, die gesammelten Gemüsesorten zu mögen, die ich früher nicht essen wollte. Möhren und Kohlrabi waren ganz oben auf meiner Liste. Seit ich das Gemüse nicht mehr so töte und beherzt würze, gibt es für mich kein Gemüse mehr, das ich nicht mag.

Zutaten:

2 Kohlrabi
1 Möhre
100 Gramm Erbsenschoten
3 Tomaten
2 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel flüssige Schlagsahne
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
1 Esslöffel Zucker
20 Milliliter Essig
300 Milliliter Gemüsebrühe (anklicken)
Petersilie gehackt

Im original Rezept in dem Buch ist Ketchup drin und Tiefkühlerbsen. Nicht mein Stil, deswegen habe ich das Ketchup zu Fuß ersetzt und die Tiefkühlerbsen und Erbsenschoten, weil ich die frisch bei meinem Gemüsemann bekommen konnte.

Kohlrabi mit dem Sparschäler schälen

In Scheiben schneiden

Scheiben zu Stiften zerkleinern

Je nach Größe, die Stifte halbieren, oder dritteln.

Möhre schälen

Möhre zerkleinern

Die Erbsenschoten bleiben so wie sie sind.

Drei größere Tomaten

Tomaten über Kreuz einschneiden

Tomaten in ein Litermaß legen

Tomaten mit kochendem Wasser übergießen

2 Minuten im Wasser liegen lassen.

Danach löst sich die Haut schon fast von alleine, vom Fruchtfleisch der Tomaten

Einfach mit Daumen und Zeigefinger abziehen

Schon abgezogen

Tomaten zerkleinern

Tomaten in einer Schüssel zwischenlagern

Die kommen später zum Einsatz

300 Milliliter Brühe. Das Rezept sagt Fleischbrühe, aber ich hatte jetzt echt keinen Bock ein vegetarisches Rezept, ohne Mühe in ein fleischloses, aber nicht fleischfreies zu machen. Das empfinde ich nach der Lektüre des Buches als total 1976, dass immer noch irgendwo ein Stück Fleisch untergemogelt wurde und wenn es nur ein paar Speckstreifen sind. Ohne Fleisch hat man damals irgendwie nicht gegessen. Aber lustig zu sehen.

Brühe aufkochen

Wenn die Brühe kocht, kommen Kohlrabi und Möhren in den Topf.

Kohlrabi

Möhren und Erbsen

Tomatenstücke

Alles vermischen

Jetzt machen wie die Soße und ein bisschen Bindung. Im Rezept stand Ketchup und den “imitieren” bzw. umgehen wir.

Tomatenmark, flüssige Schlagsahne

Essig

Zucker

Salz und Pfeffer

Wenn das nicht schmeckt, dann schmeckt nix.

Die Mischung in den Topf einrühren

Im Rezept stehen 20 Minuten Garzeit, aber das ist diese piefige Mittelmäßigkeit, auf die ich bei meinem Gemüse keinen Bock habe. Ab dieser stelle dünste ich das Gemüse bei geringer Hitze für 12 Minuten

Das sieht dann so hübsch aus und braucht noch ein bisschen Pfeffer und Salz, damit es mir gefällt.

Petersilie hacken

Die macht einen schönen frischen Eindruck im fertigen Gemüse

Schmeckt saulecker, wenn man dazu noch Brot, oder Kartoffeln, oder Reis, oder Nudeln hat. Ich liebe diesen tomatigen Geschmack, ohne dieses uniforme vom Ketchup, der hier deswegen ersetzt wurde. Mir geht es nicht um die letzten zwei Minuten bei der Zubereitung, sondern um das bestmögliche Resultat und da mag ich diesen süßsauren Nachgeschmack von Konservierungsmitteln nicht.

So ist es echt geil, noch Biss, lecker abgeschmeckt und wirklich lecker.

Ich habe dazu noch Kartoffeln geröstet. Die sind mein Joker bei den Kindern, wenn denen sonst nichts schmeckt.

Und dazu habe ich noch geschmortes Selleriegemüse gereicht.

Natürlich passt das zu auch noch ein Stück Fleisch, muss aber nicht. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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